Drei Flächenbrände beschäftigen Sehnder Feuerwehren am Sonnabend

28. Juli 2019 @

Gleich drei Flächenbrände haben am Sonnabend, 27.07.2019, von frühmorgens bis zum Abend die Sehnder Feuerwehren beschäftigt. Mehrere Ortsfeuerwehren mussten deshalb ausrücken, um die Flammen auf den abgeernteten Feldern zu löschen.

Los ging es am Sonnabendmorgen um 1 Uhr, als die Feuerwehr Ilten zu einem Flächenbrand an die B 65 in Höhe der Mühle alarmiert worden war. Dort brannte ein Randstreifen der Bundesstraße, den die Einsatzkräfte schnell unter Kontrolle bekamen.

Das Feld in Dolgen hatte in der Mitte angefangen zu brennen – Foto: JPH

Der nächste Einsatz erfolgte um kurz vor 16 Uhr. Dieses Mal brannte es auf einem Feld zwischen Wehmingen und Wirringen abseits der L 410. Dorthin rückten die Einsatzkräfte von Müllingen-Wirringen, Wehmingen, Bolzum und Sehnde an, um die rund 3000 Quadratmeter zu löschen. Auf diesem Feld war ein Landwirt dabei, Stroh zu pressen, als er die Flammen bemerkte. Neben den vier Feuerwehren waren auch Landwirte mit ihren Maschinen im Einsatz, um die Brandstelle mit einer Schneise um den Brandherd zu versehen. Innerhalb einer Stunde waren die Feuerwehrkräfte mit ihrer Arbeit erfolgreich.

Die Landwirte halfen mit, Brandschneisen um den Brandort zu legen – Foto: JPH

Kaum in den Standort zurückgekehrt, ging es um 17 Uhr für die Sehnder Feuerwehr weiter, dieses Mal mit den Kameraden aus Rethmar, Dolgen und Haimar. In Dolgen, in Verlängerung des Pfannenstiels in der Feldmark, brannte die Mitte eines abgeerntetes Feldes. Rund 500 Quadratmeter standen hier in Flammen, die auch wieder von der Feuerwehr mit Unterstützung eines Landwirts in etwa einer Stunde gelöscht wurden. In Dolgen war vor zwei Tagen auf einem nahegelegenen Feld ein Treckergespann beim Strohballenpressen in Brand geraten und am Tag darauf musste nochmals am Fahrzeug gelöscht werden (SN berichteten). Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehren Dolgen, Haimar, Rethmar und Sehnde mit 60 Einsatzkräften und acht Fahrzeugen, dier Polizei und der Rettungsdienst. Die Polizei hat in allen Fällen die Ermittlungen aufgenommen.

„Am besten wäre es, wenn die abgeernteten Felder sofort umgegrubbert würden“, so Stadtbrandmeister Jochen Köpfer in Dolgen. „Aber natürlich geht die Ernte vor, was verständlich ist.“ Wenn in den nächsten Tagen wenigsten etwas länger Regen fällt, dann wird der Strohstaub, der beim Ernten auf den Boden fällt, gebunden und kann sich nicht so schnell entzünden. So hoffen die Feuerwehren in der Ostregion auf die für die kommenden Tage angekündigten „Wassermassen“ von oben.

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