Bundesländerübergreifende Kontrollen gegen die Einbruchsflut

9. März 2019 @

Zahlreiche Einsatzkräfte der Polizeien der norddeutschen Küstenländer Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen sind am gestrigen Donnerstag, 7. März 2019, mit umfangreichen Kontrollmaßnahmen mit dem Ziel der Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen durch reisende Tätergruppierungen aktiv geworden. Dazu wurden durch die niedersächsischen Einsatzkräfte auf den Verkehrsachsen rund um die Städte Bremen und Hamburg bis in die späten Abendstunden an neun Kontrollstellen insgesamt 828 Kraftfahrzeuge sowie 1183 Personen kontrolliert. An der Kontrollaktion beteiligten sich für Niedersachsen die Polizeidirektionen Lüneburg und Oldenburg, mit Unterstützung von Kräften der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen und damit mehr als 200 Einsatzkräfte.

Bundeslandübergreifend wurde kontrolliert – Foto: Red

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, unterstützt diese Form der Zusammenarbeit ausdrücklich: „Vor genau einem Jahr haben wir uns in Schwerin bei der IMK der Nordländer dazu entschlossen, insbesondere im Bereich der Wohnungseinbrüche noch enger zu kooperieren. Wir haben seinerzeit gesagt, dass wir noch enger und abgestimmter zusammenarbeiten und der Schwerpunkt insbesondere auf organisierten mobilen Tätergruppen liegt, die keinen Halt vor Ländergrenzen machen. Darum ging es auch bei der gestrigen Aktion und wir können mit den Ergebnissen sehr zufrieden sein.“

Vorbild der Vereinbarung ist die „Aachener Erklärung“, auf deren Grundlage seit Oktober 2016 diverse Maßnahmen zur Bekämpfung grenzüberschreitender Einbruchkriminalität umgesetzt wurden. Daraus hervorgegangen ist damals die „Zentrale Ermittlungsgruppe Wohnungseinbruchdiebstahl“, in der die Länder Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz sowie Belgien und die Niederlande eng zusammenarbeiten, um international agierende Banden zu fassen. 2018 verzeichnete Niedersachsen einen weiteren starken Rückgang von -17,60 Prozent im Vergleich zu 2017. Dies stellt den tiefsten Wert seit zehn Jahren dar. Bereits 2017 waren die Kennzahlen im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedriger.

„Die stark rückläufigen Zahlen für den Bereich des Wohnungseinbruchdiebstahls in Niedersachsen freuen mich sehr und zeigen, dass unsere Maßnahmen generell Wirkung zeigen“, so Pistorius. Ähnliche Erfolge erhofft sich der Minister auch durch die intensivere Zusammenarbeit der Länder des Nordverbundes bei der Bekämpfung der Eigentumskriminalität und insbesondere des Wohnungseinbruchdiebstahls.

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