NABU-Informationsstand in Sehnde zum Volksbegehren „Artenvielfalt“

30. Juni 2020 @

Vor seinem neuen Laden baut der NABU Sehnde am Sonnabend, 4. Juli 2020, von 10 bis 12 Uhr in der Mittelstraße schräg gegenüber von Edeka Jacoby einen Info-Stand zum Artensterben auf. Dabei geht es vor allem um die Unterschriftensammlung für das anstehende Volksbegehren.

Maikäfer und andere Arten müssen bleiben – Foto: JPH

Das Artensterben macht keine Pause, die Aktionsgruppen in ganz Niedersachsen stehen in den Startlöchern und die Unterschriftenbögen liegen druckfrisch bereit: Ab sofort startet das Volksbegehren „Artenvielfalt. Jetzt!“ mit dem Sammeln der Unterschriften. Ein erster Infostand mit dem Initiatorenkreis des Volksbegehrens in Hannovers Innenstadt machte Montagmittag den Auftakt gemacht.

Besseren Artenschutz anstreben

„Ab sofort kann unterschreiben, wer Tier- und Pflanzenarten in Niedersachsen besser schützen will. Das Artensterben ist dramatisch. Auch hier in Niedersachsen sind die Hälfte von 11 000 Tier- und Pflanzenarten bedroht, 62 Prozent der Wildbienenarten gefährdet und Millionen Brutvögel verschwunden“, so Angelika Thomaier, Pressesprecherin des Sehnder NABUs. „Der Bericht der Bundesregierung zur Lage der Natur hat es gerade nochmal verdeutlicht: Die Natur geht verloren“, fügt Initiator Dr. Holger Buschmann hinzu. „Wir sind aber auf intakte Ökosysteme angewiesen – nicht nur saubere Luft und sauberes Trinkwasser, auch die Versorgung mit gesunden Lebensmitteln hängt davon ab. Deshalb darf es ein Weiter-so nicht geben. Wir müssen jetzt handeln, wenn wir nicht wollen, dass unsere Kinder und Enkelkinder Tierarten wie Kiebitz, Uferschnepfe, Bekassine, aber auch Feuersalamander künftig nur noch im Museum sehen werden.“

„Viele Menschen sind besorgt, dass Klimakrise und Artensterben unumkehrbare Schäden anrichten. Wir brauchen 610.000 Unterschriften für das Volksbegehren Artenvielfalt, damit besserer Tier- und Pflanzenschutz in Niedersachsen Gesetz wird. Ich bin überzeugt, dass wir das schaffen“, sagt Initiatorin Anne Kura. „Es braucht verbindliche Reglungen, an die sich alle halten müssen und die Entschädigungszahlungen für Landwirte sichern.“

Wer kann wie unterschreiben?

Schmetterlinge und andere seltene Arten werden verschwinden – Foto: Red

Das Volksbegehren können alle unterschreiben, die in Niedersachsen ihren Wohnsitz haben und wahlberechtigt sind. Das Unterschreiben ist nur auf den Original-Unterschriftenbögen gültig. Online kann man nicht unterschreiben, auch Kopien sind nicht gültig. Pro Bogen sind nur Unterschriften aus der gleichen Gemeinde gültig. Als Initiatoren und Initiatorinnen haben Klaus Ahrens, Vizepräsident des Deutschen Berufs- und Erwerbs-Imkerbundes, Dr. Nick Büscher und Dr. Holger Buschmann vom NABU sowie Hans-Joachim Janßen und Anne Kura von den niedersächsischen Grünen das Volksbegehren „Artenvielfalt“ bereits unterschrieben.

Weitere über 130 Bündnispartner, darunter der BUND, der WWF, Die Linke, die ÖDP sowie Imkerverbände, Vereine und Unternehmen, unterstützen das Volksbegehren. Der NABU lädt alle Sehnderinnen und Sehnder ein: Leisten Sie Ihre Unteraschrift zur Rettung der Artenvielfalt.

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