NABU: Lebensräume schaffen ist ganz einfach

15. November 2018 @

In vielen Gärten sind zahlreiche exotische Ziergehölze oder Nadelbäume zu sehen, die für die heimische Tierwelt nur von geringem ökologischem Nutzen sind. Wesentlich reicher ist das Tierleben in einer Hecke aus heimischen Wildsträuchern. Himbeeren, Brombeeren, Holunder und Haselnüsse wissen die meisten zu schätzen. Doch wer kann noch Schlehenlikör ansetzen, wer kennt ein Rezept für Weißdornfrüchte?

Schlehenfrüchte sind bei Mensch und Tier gern gesehen – und gegessen – Foto: © NABU/Helge May

„Wildsträucher sind aber nicht nur schön anzusehen und Lebensort für unzählige Vögel, Kleinsäuger und Insekten – auch der ‚kulinarische Nutzen‘ von Hecken ist nicht zu verachten“, weiß Philip Foth, Pressesprecher des NABU Niedersachsen zu berichten. Der NABU-Pressesprecher fordert dazu auf, heimische Gehölze im Garten zu pflanzen, um im kommenden Jahr die Erträge nutzen zu können.
Dass Hase, Igel und Co. Schutz in Hecken finden, Winterschlafplätze oder auch ihren Bau dort einrichten, ist weithin bekannt. „Aber wussten Sie“, so Philip Foth, „dass über 60 heimische Vogelarten allein schon die Früchte von Vogelbeere und Holunder zu schätzen wissen? Weit über 100 Insektenarten nutzen Schlehe, Weißdorn und Wildrosen als Futterpflanze oder zur Vermehrung. Auf heimischen Weidenarten hat man sogar an die 500 unterschiedliche Insektenarten beobachtet!“ Entscheidend sei – so Philip Foth – die Anpflanzung heimischer Wildsträucher. Denn der Wert von „Exoten“ für unsere heimische Tierwelt ist bedeutend geringer.

Oftmals sind die Früchte dieser Sträucher auch für den Menschen nutzbar. Zahlreiche ungewöhnliche Vorschläge wie Brombeer-Holunder-Marmelade, aber natürlich auch bekanntere und altbewährte Rezepte sind in der NABU-Broschüre „Hecken schmecken“ zusammengetragen. Das Infopaket „Hecken schmecken“ mit der Broschüre „Gartenlust“ ist gegen Einsendung eines 5-Euro-Scheins zu beziehen beim NABU Niedersachsen, Stichwort „Hecken schmecken“, Alleestraße 36, 30167 Hannover.

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