Klimaschutz und Co. – neue Entdeckerkiste für Kitas und Grundschulen

Klimaschutz von klein auf: Gemeinsam mit der Klimaschutzleitstelle Region Hannover hat das Netzwerk Forscher-Kids Region Hannover ein neues Angebot für Kitas, Horteinrichtungen und Grundschulen entwickelt. Die ausleihbare Entdeckerkiste „Klimaschutz und Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ist gefüllt mit Material, das Kinder anregt, sich spielerisch mit dem Klimawandel auseinander zu setzen. Für die pädagogischen Fachkräfte bietet die mobile Lernwerkstatt viele Tipps zur praktischen Umsetzung im Kita-Alltag – das Familienzentrum Rethen hat als Pilot-Einrichtung in der Region die neue Entdeckerkiste getestet. Heute wurde gemeinsam mit Regionspräsident Hauke Jagau und Laatzens Bürgermeister Jürgen Köhne erste Bilanz gezogen.

Laatzens Bürgermeister Jürgen Köhne, Regionspräsident Hauke Jagau, Alexandra Igel-Brée, Hortkind Mila, Antje Dahlke-Lübeck, und Rike Arff (v.li.) stellten das neue Angebot vor – Foto: Region Hannover

„Alles, was wir tun, hat Auswirkungen auf andere Menschen und die Natur“, so Regionspräsident Hauke Jagau. „Die Entdeckerkisten schaffen einen altersgerechten Zugang dafür. Diese frühe Bildung für nachhaltige Entwicklung ist die Basis für einen wertschätzenden und verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt.“ Auch Jürgen Köhne, Bürgermeister der Stadt Laatzen, ist überzeugt: „Forschen, experimentieren, entdecken – das sind ohnehin pädagogische Schwerpunkte im Familienzentrum Rethen. Es freut mich, dass sich hier die Fachkräfte alle so dafür engagieren, gemeinsam mit den Kindern neue Inhalte zu erschließen und dazu beitragen, die Gestaltungskompetenz der Kinder zu fördern.“

Wie funktioniert Solarenergie? Woher kommt das Essen? Wie wichtig sind Bienen für die Natur? Und wie kann man bei Einkaufen auf Plastik verzichten? Die neue Entdeckerkiste „Klimaschutz und Bildung für nachhaltige Entwicklung“ enthält zahlreiche Materialien rund um die Themen „Strom und Energie“, „erneuerbare Energien“, „Ernährung“ sowie „Klimaschutz“ und „Klimawandel“. So können die Kinder beispielsweise mit Solarmodellen tüfteln, Energiestäbe und Windturbine entdecken oder sich an der Kornquetsche oder Apfelschälmaschine ausprobieren. Ein Weltteppich und unterschiedliche Spieltiere verdeutlichen, in welchen Klimazonen welche Tiere leben und wie sich der Klimawandel auf ihren Lebensraum auswirkt.

Das neue Forscherangebot ist nach dem Vorbild der Entdeckerkiste zu Klängen und Geräuschen entwickelt worden, von denen bereits fünf Stück im Umlauf sind. „Die Entdeckerkisten kommen bei den Einrichtungen sehr gut an – das gemeinsame Entdecken und Forschen ist für die Kinder wie für die Erwachsenen gewinnbringend. Und ganz nebenher fördert es auch noch den sprachlichen und sozialen Austausch der Kinder untereinander und schafft eine Atmosphäre, in der das Lernen und Philosophieren Spaß macht“, weiß Alexandra Igel-Brée, Netzwerkkoordinatorin Forscher-Kids. Und Rike Arff, Leiterin der Klimaschutzleitstelle Region Hannover, ergänzt: „Mit der Entdeckerkiste können sich Mädchen und Jungen im Alter von drei bis etwa zehn Jahren mit Nachhaltigkeitsstrategien auseinander setzen und lernen dabei, eigene Antworten und Lösungen zu finden.“

In einer Pilot-Phase von einem Monat hat zunächst das Familienzentrum Rethen die Kiste erprobt. „Es war toll zu sehen, wie interessiert die Kinder sind und auf welche Ideen und Ansätze sie allein nur durch die Anregungen aus der Kiste kommen“, erzählt die stellvertretende Einrichtungsleiterin des Familienzentrums Antje Dahlke-Lübeck. „Besonders beeindruckt hat die Kinder das Thema Ernährung: Wie viel und was haben Familien in anderen Ländern auf der Welt zu essen? Und wie gehen wir hier in Deutschland mit Ernährung und Konsum um? Das waren ganz spannende Erkenntnisse, aus denen dann ein ganzes Projekt entstanden ist!“ Im Anschluss an die Vorstellung der Entdeckerkisten überreichte Regionspräsident Hauke Jagau die Urkunde und die Zertifizierungsplakette an das Familienzentrum.

Das neue Angebot der Entdeckerkiste steht allen Kindertageseinrichtungen, Horten und Grundschulen in den 21 regionsangehörigen Städten und Gemeinden für einen Zeitraum von vier Wochen zur Verfügung. Die Begleitung in den Einrichtungen übernimmt die Koordinationsstelle des Netzwerkes Forscher-Kids, die auch die Anmeldungen annimmt. Weitere Informationen gibt es bei Alexandra Igel-Brée unter der Telefonnummer 0511/616 – 22 283 oder per E-Mail an alexandra.igel-bree@region-hannover.de.

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