Großbrand in Sievershausen: Feuerwehr verhindert Übergreifen auf Garagen und Wohnhaus

Ein brennender Gartenschuppen hat am Donnerstagabend einen Großeinsatz der Feuerwehr in Sievershausen ausgelöst. Aufgrund der massiven Brandentwicklung drohten die Flammen auf angrenzende Garagen und ein Wohnhaus überzugreifen. Rund 90 Einsatzkräfte waren mehrere Stunden im Einsatz. Eine Person wurde verletzt.
Um 18.12 Uhr wurden die Ortsfeuerwehren Sievershausen und Arpke zu einem Feuer in die Stettiner Straße in Sievershausen alarmiert. Nach ersten Meldungen sollte dort ein Gartenschuppen neben einer Garage brennen. Bereits auf der Anfahrt erkannten die ersten Einsatzkräfte eine starke Rauchentwicklung. Der Einsatzleiter ließ daraufhin noch vor dem Eintreffen an der Einsatzstelle die Ortsfeuerwehr Hämelerwald nachalarmieren.
Gartenschuppen in Vollbrand
Beim Eintreffen der Feuerwehr stand der Gartenschuppen bereits massiv in Flammen. Das Feuer drohte auf die unmittelbar angrenzenden Garagen sowie ein Wohnhaus überzugreifen. Mit einem umfangreichen Löschangriff über mehrere Strahlrohre sowie das Wenderohr einer Drehleiter gelang es den Einsatzkräften, eine weitere Brandausbreitung zu verhindern. In der Anfangsphase gingen mehrere Trupps unter Atemschutz zur Brandbekämpfung in das Gebäude vor. Im Verlauf der Löscharbeiten wurde die Tragfähigkeit der Deckenkonstruktion durch das Feuer jedoch so stark beeinträchtigt, dass ein Einsturz drohte. Die Einsatzkräfte mussten sich deshalb aus dem Gebäude zurückziehen und die Brandbekämpfung von außen fortsetzen. Die Löscharbeiten wurden dadurch schwieriger.

Zusätzlich erschwerte die Lage des Schuppens die Löscharbeiten. Denn der befand sich in einer Ecke des Gartengrundstücks hinter den Garagen und war für die Feuerwehr lediglich von zwei Seiten aus erreichbar. Da die Einsatzkräfte den Schuppen aus Sicherheitsgründen nicht mehr betreten konnten und weiterhin Glutnester vorhanden waren, zogen sich die Löscharbeiten bis in die späten Abendstunden hin. Erst durch einen massiven Einsatz von Löschschaum konnte gegen 22.30 Uhr der gewünschte Löscherfolg erzielt werden.
Mehrere Nachalarmierungen
Während des Einsatzes wurde außerdem die Hygiene-Komponente der Stadtfeuerwehr Lehrte nachalarmiert. Insgesamt 22 Atemschutzgeräteträger konnten sich dadurch unmittelbar an der Einsatzstelle grob reinigen, verbrauchte Atemschutzgeräte austauschen und mit neuer, sauberer Einsatzkleidung ausgestattet werden.
Zusätzlich unterstützte die Drohneneinheit der Feuerwehr Langenhagen die Einsatzleitung. Mithilfe der Wärmebildkamera der Drohne konnte die Einsatzstelle auch aus der Luft kontrolliert und nach verbliebenen Wärmequellen abgesucht werden. Die vorsorglich zusätzlich alarmierten Kräfte der Ortsfeuerwehren Aligse und Steinwedel mussten nicht mehr eingesetzt werden.
Ein Verletzter
Bei dem Brand wurde eine Privatperson verletzt. Sie hatte nach bisherigen Erkenntnissen versucht, das Feuer in seiner Entstehungsphase selbst zu löschen und sich dabei Brandverletzungen zugezogen. Der Rettungsdienst versorgte die verletzte Person vor Ort und brachte sie anschließend in ein Krankenhaus.
Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung in Sievershausen über Rundfunkdurchsagen dazu aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Während des Einsatzes mussten darüber hinaus Teile der Hämelerwalder Straße, Stettiner Straße und Berliner Straße für den Verkehr gesperrt werden.
Einsatzende
Gegen 23 Uhr wurde der Feuerwehreinsatz beendet. Die Einsatzstelle wurde anschließend an die Polizei übergeben. Diese hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Erkenntnisse dazu und zur Schadenshöhe liegen noch nicht vor.
Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehren Aligse, Arpke, Hämelerwald, Sievershausen und Steinwedel mit insgesamt 90 Einsatzkräften und 13 Fahrzeugen. Unterstützt wurden sie durch die Hygiene-Komponente der Stadtfeuerwehr Lehrte und die Drohneneinheit der Feuerwehr Langenhagen. Vor Ort waren ebenfalls der Stadtbrandmeister und seine beiden Stellvertreter, der Feuerwehrpressesprecher, der Rettungsdienst sowie die Polizei.
Anzeige





