HAZ-Diskussion mit den Bürgermeisterkandidaten in Sehnde

Zur Diskussion mit den Bürgermeisterkandidaten Sandy Steve Choitz, Dr. Schinze-Gerber und Daniela Busche hatte die HAZ für Dienstagabend, 01.09.2026, in das Forum der KGS eingeladen. Rund 220 Besucher waren der Einladung gefolgt – und damit war das Interesse an dieser Veranstaltung zur Wahl zum Bürgermeister ebenso gut besucht, wie die des DGB eine Woche zuvor. Dieses Mal war auch der amtierende Bürgermeister Olaf Kruse dabei.
Unter der Moderation von Jan Sedelies und Mirja Pflug ging es vor den Gästen, darunter viele aus der Lokalpolitik in Sehnde, zunächst mit einer Leserfrage los, der wissen wollte, „weshalb er gerade eine der drei Personen wählen soll“. Dr. Marco Schinze-Gerber (CDU) verwies dabei auf seine Führungsfähigkeit aus dem Berufsleben und der Fähigkeit, Interessen zusammenführen zu können. Daniela Busche (parteilos/SPD) als „Ur-Sehnderin“ verwies auch auf ihre berufliche Führungserfahrungen, ihre Verwaltungserfahrungen und den Wunsch, Menschen für ein schönes Sehnde für alle zusammenzubringen. Sandy Steve Choitz (Grüne) bot seine Erfahrungen als Führungskraft bei der Polizei und Feuerwehr an und die Fähigkeit, schnelle Entscheidungen treffen zu können, die nachhaltig und überprüfbar seien.
Es folgte eine Stichwortrunde und dann ging es zu den speziellen Themen. Natürlich stand das Parkhaus aus der Liste ganz vorn, Busche wies dabei darauf hin, dass die Deckelung gegriffen hatte, man aber mit Blick auf die neue Mitte trotzdem weiterdenken könne. Auch Choitz wies auf den ergangenen Ratsbeschluss vom Donnerstag hin und sah das Thema damit zu Recht als erledigt an. Allerdings wäre es schade um das Leuchtturmprojekt. Dr. Schinze-Gerber sprach noch einmal zu den Kosten, die entstanden sind, weil man den Beschluss, das Haus nicht zu bauen, nicht gleich akzeptierte.
Auch das Thema „Neues Rathaus“ kam aufs Tapet, wozu die Kandidaten ihre bekannten Positionen bekräftigten. Die Finanzsituation und Streichmöglichkeiten von freiwilligen Leistungen folgten, wobei sich die Drei einig waren, dass „freiwillig“ nicht unbedingt „verzichtbar“ bedeutet, vor allem mit dem Blick auf das Ehrenamt.
Die Themenpalette ging weiter mit Höver-Nord – keine neuen Positionen -, Hitze- und Klimaschutz – in Sehnde gibt es bereits einen Hitzeschutzplan -, die städtischen Finanzen mit allen Facetten und die kommunale Wärmeplanung, die es in Sehnde bereits gibt. Natürlich kam auch wieder die Frage – dieses Mal von einem Leser -, weshalb oder warum Daniela Busche „parteilos“ sei, aber auf der Liste der SPD stehe.
Danach ging es provokant weiter mit „Was können Sie besser oder anders machen als Herr Kruse“ von Sedelies. Auch das wurde von den Bewerbern ähnlich beantwortet. Eine Adjektivrunde zu Sehnde folgte, bei der sich „vielfältig, stark und liebenswert“ ergaben.
DAnn ging es ins Auditorium. Hier kamen die Dauerthemen wie Grünpflege, Finanzen, Marketing und Jugendangebote zur Sprache. Am Ende der Veranstaltung fragte Sedelies das Publikum, wer denn noch keine Wahlentscheidung getroffen habe und etwa ein Drittel der Besucher war sich noch im Unklaren. Daraufhin durften die Bewerber noch versuchen, diese Gruppe von sich zu überzeugen. Klarheit darüber, ob das gelungen ist, wird allerdings erst die Auszählung am 13.09.2026 bringen.
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