DGB-Gedenkveranstaltung zum Antikriegstag in Lehrte

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Kreisverband Region Hannover und der ver.di Ortsverein Lehrte/Sehnde laden für Dienstag, 1. September 2026, um 17.30 Uhr, zur Gedenkveranstaltung zum Antikriegstag auf dem Vorplatz der St. Bernward Kirche in der Feldstraße 10 in Lehrte ein.
Der Antikriegstag erinnert an den Beginn des Zweiten Weltkrieges am 1. September 1939 und an die Millionen Menschen, die Opfer von Krieg, Faschismus und nationalsozialistischer Gewaltherrschaft wurden. Zugleich ist der 1. September für die Gewerkschaften ein Tag der Mahnung und des Engagements für Frieden, Völkerverständigung und soziale Gerechtigkeit.
Zentrales Anliegen 2026
Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung steht die Botschaft des DGB: „Friedensfähig statt kriegstüchtig!“ Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften sehen die internationalen Entwicklungen mit großer Sorge. Die zunehmenden Großmachtansprüche der USA, Chinas und Russlands sowie die Bereitschaft, politische Interessen auch mit militärischer Gewalt durchzusetzen, verschärfen die internationalen Spannungen.
Reinhard Nold, Vorsitzender des DGB-Kreisverbands Region Hannover und des ver.di Ortsvereins Lehrte/Sehnde, erklärt: „Wir Gewerkschaften halten unbeirrbar an unserem Grundsatz fest: Nie wieder Krieg! Wir brauchen keine Politik, die dem Recht des Stärkeren und einer permanenten ‚Kriegstüchtigkeit‘ das Wort redet. Wir brauchen eine Politik der Friedensfähigkeit, die auf Diplomatie, internationale Zusammenarbeit, Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe setzt.“
Frieden in sozialer Gerechtigkeit
Der DGB verbindet Frieden und Sicherheit ausdrücklich mit sozialer Gerechtigkeit, guten Lebens- und Arbeitsbedingungen, demokratischer Stabilität und dem Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Sicherheit dürfe deshalb nicht einseitig militärisch definiert werden.
Auch das klare Bekenntnis zum Völkerrecht gehört zu den zentralen Anliegen des DGB. Deutschland und die Europäische Union müssen sich glaubwürdig für die Einhaltung des Völkerrechts und des humanitären Völkerrechts einsetzen – unabhängig davon, von wem Verstöße begangen werden.
Kranzniederlegung
Bei der Gedenkveranstaltung wird Reinhard Nold die gewerkschaftliche Position zu den aktuellen friedenspolitischen Herausforderungen darstellen. Pfarrer Franz Kurth wird die christliche Friedensperspektive einbringen. Anschließend wird am Gräberfeld der Zivil- und Zwangsarbeiter ein Kranz niedergelegt.
Der DGB Kreisverband Region Hannover und der ver.di Ortsverein Lehrte/Sehnde laden alle Einwohner ein, gemeinsam ein Zeichen für Frieden, Abrüstung, Völkerverständigung und soziale Gerechtigkeit zu setzen.
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