Rotorblatt an Windrad zwischen Sehnde und Lehrte beschädigt

Einen Schaden am Rotorblatt einer Windkraftanlage zwischen Sehnde und Lehrte haben Bürger am 21.06.2026 bemerkt. Die betroffene Anlage soll unseren Anfragen bei der Stadtverwaltung Sehnde zufolge zur Firma Sehnde Lehrte Windpark gehören, die wiederum der Firma PG Equitix Innova in Brandenburg und dann der Equitix in Frankfurt zugehörig sein soll.
Betreiber nicht erreichbar
Das betroffene Windrad steht an der B 443 gegenüber der neuen Solaranlage der Energiegenossenschaft Lehrte-Sehnde. Ein Rotorblatt ist der Länge nach aufgeplatzt, die Ursache dafür ist unbekannt. Die Betreiberfirma und die Muttergesellschaft waren unter den angegebenen Telefonnummern für Sehnde-News nicht erreichbar, eine E-Mailanfrage wurde bisher nicht beantwortet.
Eine Absperrung im Umkreis der Anlage und des Weges zur Anlage und der dahinter liegenden ist bisher nicht erfolgt. Ob dies erfolgen muss und gegebenenfalls wie weiter zu verfahren ist – Stilllegung, Abbau oder Instandsetzung – sollte auch eine Anfang der Woche gestellte Anfrage bei der Region Hannover klären, die auch auf die diesbezügliche Mail bisher nicht antwortete.
Sicherung erforderlich?

Da das Gebiet zur Stadt Sehnde gehört, könnte möglicherweise die Stadt in der Pflicht sein, für eine erste Absicherung bis zur Klärung mit dem Betreiber zu sorgen. Die Schäden an der Oberfläche des Rotorblatts der Windkraftanlage kann verschiedene Gründe haben. Sichtbarer Abrieb und die Beschädigungen können auf Erosion hindeuten, möglicherweise verursacht durch Witterungseinflüsse, Blitz, UV-Strahlung, Regen, Hagel oder andere Partikel in der Luft, wie Staub oder Sand. Welche Ursache hier vorliegt und wie die Flügelstabilität ist, ist Gegenstand unserer Anfragen.
Sondermüll
Ein defektes Rotorblatt birgt einige Risiken, wie beispielsweise lautere Betriebsgeräusche oder Verlust einiger Teile – aus der Höhe mit einigen Gefahren verbunden. Falls das Rotorblatt erneuert wird, entfällt eine Entsorgung des defekten auf Mülldeponien. Weil das Material nahezu ohne zu verrotten liegen bleiben würde, ist dies in Deutschland verboten, der Glasfaserkunststoff zählt zum Sondermüll. Laut Prognosen des Umweltbundesamtes fallen künftig rund 70.000 Tonnen alter Rotorblätter pro Jahr an.
Wir werden weiter versuchen, eine Klärung der zu treffenden Maßnahmen von kompetenter Seite zu erreichen.
Anzeige
Anzeige



