Kandidatin Eva Bender zu VW-Plänen: „Wir müssen jetzt die Arbeitsplätze in der Region Hannover erhalten

Die Berichte über eine mögliche Schließung des Volkswagen-Werks in Hannover treffen die gesamte Region hart und mitten im Wahlkampf für Region und Kommunen. Sollten sich diese Planungen bestätigen, wäre es ein schwerer Schlag für Tausende Beschäftigte speziell im Raum Hannover, ihre Familien und die zahlreichen Zulieferbetriebe in der Region.
Die Belegschaft, so Eva Bender, hat über Jahrzehnte zum Erfolg von Volkswagen beigetragen und beim letzten Tarifabschluss deutliche Zugeständnisse gemacht, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern und Werksschließungen zu vermeiden. Im Gegenzug wurde eine Beschäftigungsgarantie bis Ende 2030 vereinbart. Diese Zusage muss gelten, verlangt die Kandidatin: „Die Beschäftigten haben ihren Teil erfüllt – jetzt muss auch der VW-Vorstand zu seinem Wort stehen.“
Auswirkungen für die Region und Niedersachsen
Ein Wegfall des Standorts Hannover hätte gravierende Auswirkungen, die weit über die direkt bei Volkswagen Beschäftigten hinausgehen. Zulieferbetriebe, Handwerk und Mittelstand – die gesamte regionale Wirtschaft wäre betroffen.
Sollte Bender im September zur Regionspräsidentin gewählt werden, will sie unverzüglich das Gespräch mit dem VW-Vorstand, der Werksleitung, dem Betriebsrat und der IG Metall suchen. „Die Region Hannover muss in dieser Frage mit klarer Stimme auftreten und sich für den Erhalt jedes einzelnen Arbeitsplatzes einsetzen“, erklärt Bender – auch mit Blick auf Ministerpräsident Olaf Lies. Sie fordert einen gemeinsamen Kraftakt von Region, Land und Bund und kündigt an, diesen als Regionspräsidentin aktiv anzustoßen.
„Stellvertretend für die Menschen der Region verlange ich: Das Land Niedersachsen darf als Anteilseigner bei VW keinem Restrukturierungsprogramm zustimmen, das auf Werksschließungen setzt oder die bewährte Mitbestimmung infrage stellt. Wir müssen jetzt gemeinsam alles dafür tun, dass die Arbeitsplätze und die Wertschöpfung in der Region Hannover erhalten bleiben.“
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