Bundespolizei in Hannover im Schwerpunkteinsatz am Hauptbahnhof Hannover

Zur Bekämpfung der Gewaltkriminalität wurden im Rahmen des bundesweiten Schwerpunkteinsatzes im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeidirektion in Hannover auch am Hauptbahnhof Hannover als kriminalpolizeilichem Brennpunkt am vergangenen Wochenende erneut polizeiliche Kontrollen vorgenommen.
Die Einsatzmaßnahmen der Bundespolizeidirektion in Hannover fanden in den Nächten von Freitag auf Sonnabend, sowie von Sonnabend auf Sonntag, jeweils in der Zeit von 18 bis 3 Uhr, statt. Die Bundespolizeiinspektion in Hannover war im Einsatz, verstärkt durch die Mobile Kontroll- und Überwachungseinheit Hannover (MKÜ), Kräfte der Bundesbereitschaftspolizei, Diensthundeführer und Super-Recogniser.
Es erfolgte zudem über den gesamten Einsatzzeitraum eine abgestimmte, verlässliche und konstruktive Zusammenarbeit mit der Landespolizei in Hannover, der DB Sicherheit sowie den weiteren Partnern aus den Sicherheitskooperationen der Behörde.
Einsatzplan
Ziel war es durch die Erhöhung des Kontrolldrucks, die Gewaltkriminalität zu reduzieren, Straftäter aus der Anonymität zu heben sowie die Begehung von Straftaten zu verhindern. Auch die Einhaltung der Allgemeinverfügungen zum Mitführverbot von gefährlichen Werkzeugen, Schusswaffen, Schreckschusswaffen, Hieb-, Stoß- und Stichwaffen sowie Messern aller Art wurde überwacht.
Im Verlauf der beiden Einsatznächte konnten die Beamte der Bundespolizei mehrere Messer, Munition und Pfeffersprays sicherstellen sowie mehrere Haftbefehle vollstrecken.
Bilanz des Gesamteinsatzes in Hamburg, Bremen und Hannover in vorläufigen Zahlen:
- 1.847 Identitätsfeststellungen und 2.078 Durchsuchungen
- 28 Sicherstellungen und Beschlagnahmungen (dabei Messer, Munition, Drogen sowie weitere gefährliche Gegenstände wie Reizstoffsprühgeräte)
- 68 Fahndungstreffer (davon 7 Haftbefehle und 50 Aufenthaltsermittlungen
- 2 Gewahrsamsnahmen
- 19 Verstöße gegen die gültigen Allgemeinverfügungen
Es wurden insgesamt Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet sowie Zwangsgelder bei Verstößen gegen die Allgemeinverfügung angedroht.
Besonderer Sachverhalt in Hannover
Am Sonnabendabend stahlen zwei polnische Staatsangehörige eine zuvor stehengelassene Damenhandtasche im Bereich des Treppenaufganges eines Schnellrestaurants. Mitarbeiter der DB- Sicherheit haben die Tat beobachtet und hielten die Tatverdächtigen bis zum Eintreffen der Bundespolizei fest. Nach erfolgter Identitätsfeststellung, leiteten die Einsatzkräfte Strafverfahren gegen die beiden ein.
Präsidenten Michael Schuol der Bundespolizeidirektion in Hannover ordnet den Einsatzes so ein: „Die Ergebnisse des Einsatzes machen deutlich, dass Sicherheitskontrollen weiterhin notwendig bleiben. Immer wieder werden gefährliche Gegenstände bei Reisenden festgestellt, weshalb wir auch künftig weiterhin Kontrollen im Bahnhof und im Bahnverkehr durchführen werden, teils angekündigt, teils spontan. Unser oberstes Anliegen ist ein sicheres Umfeld für alle Fahrgäste und Mitarbeitenden.“
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