Sehnder Frauen feierten die Vielfalt des Ehrenamts und 77 Jahre Grundgesetz

Sehnder Frauen feierten die Vielfalt des Ehrenamts und 77 Jahre Grundgesetz
21 Frauen waren der Einladung an den Mittellandkanal gefolgt - Foto: Privat
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​Bestes Maiwetter, eine idyllische Kulisse direkt am Mittellandkanal und geballte Frauenpower: Der Einladung des Netzwerks „Starke Frauen Sehnde“ und des „Rudervereins für das Große Freie“ (RGF) sind am Donnerstag, 22. Mai, insgesamt 21 engagierte Frauen gefolgt. Unter dem großen Leitmotiv „Ehrentag“ – passend zum 77. Geburtstag des deutschen Grundgesetzes – stand ein Fundament unserer Demokratie im Mittelpunkt: das ehrenamtliche Engagement. ​Für eine gute Verköstigung der Teilnehmerinnen war bestens gesorgt: Die „Schankwirtschaft zum Großen Freien“ lieferte ein hervorragendes Picknick, das den lauen Frühlingsabend kulinarisch perfekt abrundete.

​Herzblut für die Gemeinschaft

​Wie tief das Ehrenamt in Sehnde verwurzelt ist, machten die Gastgeberinnen Cornelia „Conny“ Kampmann und Daniela „Danny“ Busche in ihren Begrüßungsworten deutlich. Die beiden nahmen die anwesenden Frauen mit auf eine inspirierende Zeitreise. Sie erzählten von ihren ersten gemeinsamen Ehrenämtern und berichteten von den zahlreichen Projekten, die sie im Laufe der Jahre tatkräftig unterstützt haben.

​Kampmann selbst ist das beste Beispiel für gelebten Einsatz: Sie blickt unter anderem auf eine langjährige, engagierte Elternarbeit zurück, leitet als Vorsitzende den Ruderverein für das Große Freie und steht zudem seit 2022 als Vorsitzende an der Spitze des Sportrings Sehnde. ​In ihrer Ansprache betonten die Initiatorinnen, wie unverzichtbar der freiwillige Einsatz für das Allgemeinwohl ist – aber auch, was man ganz persönlich daraus ziehen kann: Gemeinschaft erleben, Vernetzung mit anderen Menschen, an Herausforderungen wachsen und das unbezahlbare Gefühl, aktiv die eigene Heimat mitzugestalten.

​Buntes Engagements: Von der Feuerwehr bis zur Pflege

​Zu Beginn wurde in einer lebhaften Vorstellungsrunde die beeindruckenden Facetten des Sehnder Ehrenamts sichtbar. Die Bandbreite der vertretenen Bereiche war enorm. Ob Lebensretterinnen, soziale Stützen oder politische Gestalterinnen – am Kanal kam alles zusammen:

  • Blaulicht & Rettung: Feuerwehr und DLRG
  • Soziales & Integration: Flüchtlingshilfe und der Sozialverband (SoVD)
  • Gemeinschaft & Glaube: Kirchliches Engagement
  • Demokratie vor Ort: Kommunalpolitik quer durch verschiedene Ratsfraktionen

​Spannend wurde es, als die Entstehungsgeschichte des örtlichen Rehasportvereins P.u.R. für Sehnde von Maika Querndt erzählt wurde – ein Paradebeispiel dafür, wie aus einer ehrenamtlichen Idee eine feste, gesundheitliche Institution für die Bürger heranwachsen kann. Busche gehörte vor vier Jahren zu den Gründungsmitgliedern. Der Verein mit mittlerweile über 180 Mitgliedern deckt Bedarfe in Sehnde von Kinder-Reha-Sport bis zur Demenz-Sport-Gruppe ab. 

​Jeder Handgriff zählt

Cornelia Kampmann und Daniela Busche (v.li.) begrüßten die Gäste auf dem Gelände des RGF – Foto: Privat

​Eine zentrale und berührende Erkenntnis des Abends war die Neudefinition des Begriffs „Ehrenamt“. Die Frauen waren sich einig: Es müssen nicht immer die großen Vorstandsposten sein. Der sprichwörtliche Kuchen, der für das Vereinsfest gebacken wird, gehört ebenso dazu, wie die oft im Stillen geleistete, kraftintensive Pflege von Angehörigen.

​„Egal wie klein die Hilfe im ersten Moment wirkt: Jeder Handgriff hilft der Gemeinschaft und macht in der Summe den großen Unterschied aus“, fassten die Organisatorinnen zusammen. Unter dem Motto „Gemeinsam statt einsam“ falle es zudem wesentlich leichter, sich für den eigenen Verein, eine Institution oder die Familie starkzumachen.

​Neue Ideen und starke Netzwerke

​Der Abend blieb jedoch nicht nur beim Blick in die Vergangenheit. Die lockere Atmosphäre wurde intensiv zur Vernetzung genutzt. Die Teilnehmerinnen hörten einander nicht nur interessiert zu, sondern tauschten ganz konkret Umsetzungswege für aktuelle Aufgaben aus. Dabei entstanden noch vor Ort völlig neue Ideen und Kooperationen für zukünftige Projekte in Sehnde.

​Es war ein rundum gelungener, inspirierender Abend voller tiefgründiger Themen und neuer Impulse. Die Veranstaltung hat einmal mehr bewiesen: Wenn starke Frauen sich vernetzen, entsteht daraus nachhaltige Energie für die gesamte Stadtgemeinschaft. Ein würdiger Ehrentag für das Ehrenamt – und ein lebendiges Vorbild für die Werte unseres Grundgesetzes

Der nächste Termin für das Netzwerk „Starke Frauen Sehnde“ ist der 28. August 2026. Alle interessierten Frauen in Sehnde sind herzlich eingeladen und sollten sich den Termin schon einmal vormerken. 

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