Hannover 96 gegen Greuther Fürth – Niederlage tut weh

Hannover 96 gegen Greuther Fürth – Niederlage tut weh
Vor dem Spiel war Christian Titz positiv gestimmt für das kommende Heimspiel - Foto: JPH
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Hannover 96 traf am Sonntag, 08.03.2026, auf die Mannschaft auf Fürth, also Tabellenfünfter auf Tabellenletzten. Allerdings sah die Bilanz der letzten vier Spiele gegeneinander weniger klar aus, als der Tabellenstand das vermuten lässt. Drei Partien endeten Unentschieden, eine ging verloren. Wollte Hannover oben dranbleiben, durfte weder das eine noch gar das andere passieren in der Heinz von Heiden Arena. Zumal bei einem Sieg wegen des Remis von Paderborn gegen Braunschweig zuvor ein Sprung auf den vierten Platz mit einem Punkt Vorsprung möglich war. Die Erwartungen waren also groß im nicht ausverkauften Stadion, in das auch nur rund 300 Fans der Gäste den Weg gefunden hatten.

Bereits in der 3. Minute hatte Hannover Glück, dass sich ein Schuss auf den leeren Kasten von Noll nicht rechtzeitig absenkte und so übers Tor ging – Noll hatte den Ball davor im Mittelfeld verpasst und die gesamte Hälfte hinter ihm war ungesichert gewesen.

In der 11. Minute jubelte das ganze Stadion über ein Tor, doch Källman stand bei dem Pass von links klar im Abseits – Assistent Sebastian Hilsberg hatte sofort die Fahne oben. In der 20. Spielminute kam ein flacher, platzierter Schuss der Gäste aufs Tor der Roten und Noll musste sich ordentlich lang machen und nachfassen, damit seine Hütte sauber blieb. Hannover machte zwar das Spiel, aber die Gäste versuchten auch aus der Distanz zum Erfolg zu kommen – das unterschied die „Roten“ von den „Grünen“. In der 23. Minute dann ein krasser Abwehrfehler bei 96, der Ball lief durch zu Futkeu, doch der war so überrascht, dass er zu spät reagierte. Alles, was Hannover dagegen bisher abgeliefert hatte, kann man unter dem Begriff „bemüht“ zusammenfassen, denn zwingend und zielstrebig sieht anders aus.

Pleiten, Pech und Pannen

Das bewahrheitete sich dann in der 32. Minute, als Okon den Ball im eigenen Strafraum erneut verpasste, dieses Mal Futkeu aber zur Stelle war und an Noll vorbei zum 0:1 für die Gäste einschoss. Das war einmal mehr ein Fehler mit Konsequenzen durch Okon. Nun musste das Team von Titz zunächst dem Rückstand nachlaufen, statt selbst das Spiel zu gestalten und die von Paderborn gebotene Chance zu nutzen. Erste Pfiffe von den Rängen zeigten außerdem den Unmut der Fans. Gleiches Bild in der 37. Minute: Noll bekommt den Ball nicht unter Kontrolle, Srbeny ist da und nur unter letztem Einsatz holte Noll noch den Ball vor ihm von der Linie. Das Titzsche Konzept vom 11. Spieler zeigte hier seine Schwäche auf. Auch in der 39. Minute war Ltaief allein vor Noll, lediglich „begleitet“ von der roten Abwehr, und Noll musste sich lang machen und nachfassen, um einen höheren Rückstand zu verhindern. Souverän und sicher wirkt anders!

Vor der Halbzeit versöhnte noch ein Schuss von Yokota, den Prüfrock noch zur Ecke ablenkte, wieder etwas – dann war Pause. Außer Spesen nichts gewesen, so kann man das bisherige Spiel der Roten kurz umreißen.

Wechsel zur Pause

Nach der Pause kamen die Gäste unverändert aus der Kabine. Fürth hatte sicher keinen Bedarf – Titz reagierte mit Chakroun für Yokota und Taibi für Okon. Während sich der erste Wechsel nicht unbedingt erschloss, hätte Okon bereits früher ausgetauscht gehört.

Los ging es mit einem Schuss von Neubauer, den Prüfrock noch zur 5. Ecken für Hannover ablenken konnte.  In der 50. Minute, wenige Spielzüge später, kam der Pass von der Mitte nach rechts auf Neubauer, der klar in die rechte untere Ecke von Prüfrocks Katen zum Ausgleich passte: 1:1. Die Fans kamen zurück.

Neuer Rückstand

Der Gegenzug der Fürther führte dann zum Eingreifen des Videoschiedsrichters, der eine unklare Situation im roten Strafraum auf „Rote Karte“ und Handspiel überprüfte. Entschiedenen: Keine Karte, kein Handspiel – Schiedsrichterball. In der 57. Minute gingen die Gäste wieder in Führung, als der ehemalige Hannoveraner Jannik Dehm den Ball unbedrängt von der rechten Strafraumecke in die lange Ecke von Nolls Gehäuse einschoss. Er hatte sogar noch Zeit, richtig Maß zu nehmen. Es war kaum zu fassen, wie leichtfertig die Deckung die Fürther agieren ließ.

Zeit drückt

Der kleine Fürther Anhang hatte an Ende Grund zum Jubeln über die weite Reise – Foto: Privat

In der 63. Minute torschrei im Rund, doch Linienrichter Luca Schlosser hatte die Fahne schon oben – es blieb beim 1:2. Die Zeit verrann. Doppelwechsel Titz: Kolja Oudenne und Elias Saad gingen vom Platz, es kamen Mustapha Bundu und Hayate Matsuda. Erste Panik bei den Roten? Nun hatte Hannover schon zehn Ecken auf dem Konto, aber alle Schussversuche endeten in der vielbeinigen Abwehr der Gäste.

Fürth brachte Keller für Srbeny in der 64. Minute. Dann Aufregung im Strafraum der Gäste: Matsuda wurde regelwidrig zu Fall gebracht – Elfmeter. Aufatmen im Rund! Den verschoss dann Leopold zunächst, den zweite Ball, vor rechts kommend, setzte er an die Latte. Nur Sekunden später wieder ein Foul im Strafraum an Matsuda – der Pfiff blieb aus, aber die Video-Schiri prüfte. Thorvardson sah Gelb für Meckern – am Ende nur ein Freistoß außerhalb des Strafraumes. Der ging dann aufs Dach des Tores der Gäste.

Zeitspiel?

Dann fiel Torwart Prüfrock im Torraum um – ohne dass der Ball in der Nähe war und musste wegen eines Krampfes behandelt werden. Pfiffe! Dann ein langer Ball von ihm, Ltaief lief Ghita weg, aber Fürth erzielte am Ende nur eine Ecke ohne weitere Wirkung.

Titz zog den letzten Joker und ersetzte Thorvardson durch Pichler, Vogel brachte im Gegenzug Reich für Dehm. Noch zehn Minuten.

Jetzt lief Prüfrock zu großer Form auf und lenkte einen Distanzschuss auf das obere rechte Dreieck zur Ecke. Daraus folgte eine weitere Ecke für 96 – ohne zählbares Ergebnis. Das Eckenverhältnis stand nun 12: 4, doch es sind sie Tore, die zählen. Da sah es fünf Minuten vor Schluss leider anders aus.

Zwei Minuten regulär. Dann saß Futkeu auf dem Rasen und musste ebenfalls einen Krampf auskurieren. Er ging raus, für ihn kam Itter und Pereira ersetzte Ltaief.

Noch zwei Minuten regulär, bei Hannover machte sich erkennbar Verzweiflung breit. Es gab dann 9 Minuten drauf. 92. Minute stand Pereira allein vorm Tor von Noll die Chance, ein drittes Tor zu erzielen. Am Ende blieb es bei 17:5 Ecken beim 1:2 für die Gäste. Nach dem Schlusspfiff von Schiri Bauer kam das Echo mannigfaltig aus dem Fanblock zurück.

Mit diesem Endergebnis verabschiedet sich Hannover 96 zunächst erst einmal aus dem aussichtreifen Aufstiegskampf, es sei denn, man punktet noch mal gegen die deutlich stärkeren Gegner auf den Tabellenplätzen 1 bis 4. Eine Vorentscheidung fällt dabei am kommenden Wochenende, wenn es gegen Schalke in Gelsenkirchen geht.

Spieldaten

Hannover 96 unter Trainer Christian Titz startete mit Nahuel Noll, Vrigil-Eigen Ghita, Maik Nawrocki, Enzo Leopold, Paul Källman, Daisuke Yokota, Ime Okon, Stefan Thordarson, Elias Saad, Kolja Oudenn und Maurice Neubauer. Auf ihren Einsatz warteten Leo Weinkauf, Naoh Weisshaupt, Benedikt Pichler, Husseyn Chakroun, Bastian Allgeier, Williamss Kokolo, Waniss Taibi und Hayate Matsuda.

SpVgg Greuther Fürth unter Heiko Vogel lief auf mit Silas Prüfrock, Philipp Ziereis, Reno Morris, Denis Srbeny, Noel Futkeu, Paul, Will, Jan Elvedi, Jannik Dehm, Felix Klaus, Maximilian Dietz und Sayfallah Ltaief. Ergänzt wurde das Team durch Pelle Biovink, Lukas Reich, Jomaine Consbruch, Aaron Keller, Felix Higl, Brynjar

Geleitet wurde die Partie von Schiedsrichter Tom Bauer, an der Linie standen Luca Schlosser und Sebastian Hilsberg und dazu kam Florian Heft als Vierter. Im Keller führte Pascal Müller Regie.

Neufreischaltung

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