CDU Sehnde lässt Tradition wieder aufleben

CDU Sehnde lässt Tradition wieder aufleben
CDU lädt zum Frühschoppen nach Mülligen ein und eröffnet programmatischen Wahlkampf - Foto: JPH
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CDU Sehnde ließ eine frühere Tradition nach einem Jahr Pause wieder aufleben und lud nicht nur ihre Mitglieder, sondern politisch interessierte Bürger zum politischen Frühschoppen nach Müllingen ein. Dort, im Gasthaus Erfurth, war der Saal dann am Sonntagmorgen mit über 50 Teilnehmern gut gefüllt, als der Vorsitzende des Ortsverbandes Bolzum, Jan-Christoph Liehe, die Veranstaltung eröffnete und die Anwesenden begrüßte. Mit dabei waren der Stadtverbandsvorsitzende und Bürgermeisterkandidat der CDU, Dr. Marco Schinze-Gerber, der Ortsbürgermeister Karl-Heinz Grun sowie der ehemalige Bürgermeister von Sehnde und Ehrenbürger, Carl Jürgen Lehrke – dazu kam das mit Abstand kleinste Mitglied, der CDU-Dackel Henri aus Ilten.

Liehe führte in die aktuelle politische Weltlage ein mit Verweis auf das US-Irrlicht Donald J. Trump, die Reaktion von Bundeskanzler Friedrich Merz und die Wertegemeinschaft, die aktuell offensichtlich nur noch von der Mehrheit in Europa getragen werde. Im Anschluss gab er die Termine für die Kandidatenaufstellungen zur Kommunalwahl in den Sehnder Ortsteilen bekannt und leitete über zu einem aktuellen Thema in der Stadt, dem Fahrradparkhaus, das komplex, aber auch polemisch diskreditiert sei – und leitete so zum Redner des Frühschoppens über: Dr. Marco Schinze-Gerber.

Tischrede vom Stadtverbandsvorsitzendem

Der startete mit der Forderung für eine klaren Kurs für Sehnde und eine Zusicherung der CDU für die Stadt: „Versprechen kann ich Ihnen, mit der CDU geht es nicht um Moden, Träume oder Wünsche, sondern wir stehen für eine klare Richtung mit Überlegungen, Prüfungen und Lösungen. Denn Sehnde ist eine Kleinstadt mit Einnahmen, die nicht beliebig steigerbar sind. Was sonst passiert sehen wir in Berlin, Niedersachsen und der Region Hannover.“ Es würden mit den bestehenden politischen Ansätzen nur Erwartungen geweckt und gesteigert. „Politik geht anders: prüfen, planen und entscheiden“, fügte er hinzu.  Und er hob dann – mit Blick auf die Grünen in Sehnde – ab auf die Bauplätze in Wehmingen und betonte den Bedarf der 14 Bauplätze dort, wolle man jungen Menschen in der Stadt eine maßvolle Perspektive geben: „Ohne Zuzug wird Sehnde altern, Wohneigentum ist Altersvorsorge und wirtschaftliches Wachstum – auch für die Geschäftswelt, die Vereine und das Steueraufkommen.“

Stadtverbandsvorsitzender Dr. Marco Schinze-Gerber hielt die Tischrede und zeigte die Leitlinien für die CDU auf – Foto: JPH

Mit Blick auf die Stadtentwicklung forderte er auch eine neue Schulentwicklung. Die aktuellen Ausgaben seien strukturellen Weichenstellungen, die man anders als derzeit, aber aufeinander abstimmen müsse. „Das Geld ist nur einmal vorhaben, daher ist es eine Frage von verantwortungsvoller Kommunalpolitik, das Jahrzehnt für die Ausbildung unserer Kinder zu planen“, so Schinze-Gerber.

Fahrradparkhaus ein Hauptthema

Natürlich kam auch das derzeitige Reizthema in Sehnde, das Fahrradparkhaus zur Sprache. Schinze-Gerber ging auf die Preissteigerung bei gleichzeitiger Platzreduzierung ein: „Der Preis steigt von 1,45 Millionen um 400.000 Euros bereits in der Planung, wobei die Platzplanung von 160 auf 136 reduziert wurde. Hier mussten wird aus Verantwortungsbewusstsein den Stopp herbeiführen.“ Bekanntermaßen stoppte der Stadtrat am 12.02.2026 das Vorhaben aus der „Neuen Mitte“ mit den Stimmen von CDU, AfD und FDP. „Der Bedarf für sicher Abstellplätze ist da“, sagte er, „aber können wir uns das alles so leisten? Wir müssen das zielgerichtet neu aufstellen.“ Dabei verwies er auf Parkhäuser ähnlicher Art von 160 Plätzen für 220- bis 224.000 Euro, die mit 80 Prozent von Bahn oder Bund gefördert würden, eine elektronische Sicherung übers Handy hätten und den ursprünglichen Bedarf decken würden: „Das ist erklärbar und verantwortbar und kein Prestigeobjekt.“

Er riss zudem seine Ansichten zum Ehrenamt, den Familien, der Wirtschaft und der Verwaltung an – und versprach einen klaren Kurs nach dem Motto: Zusammenhänge erkennen und Kurs halten. Vor allem aber auf den Bürger zugehen, wo es ihn direkt betrifft – im Winterdienst, bei der Grünpflege, dem Rathausneubau. „Ich stehe für klare Führung und deutliche Abläufe sowie für Vertrauen in die Mitarbeiter mit klaren Zuständigkeiten.“ Dabei müsse man auch aus Fehlern lernen, um sie künftig zu vermeiden.

Mit Henri war auch das kleinste CDU-Mitglied in Sehnde dabei – Foto: JPH

Dann rief er die Anwesenden auf, neben dem Wahlkampf für den Stadtrat auch für starke CDU-Ortsräte zu kämpfen, denn „ein Bürgermeister ohne Mehrheit sei ein zahnloser Tiger à la Trump“.  Und Dr. Schinze-Gerber schloss unter Applaus mit den Worten „Sehnde braucht einen klaren Kurs, lasst ihn uns zusammen gehen.“

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