Hannover 96 trifft auf die SG Dresden – und verliert zwei Punkte

Hannover 96 trifft auf die SG Dresden – und verliert zwei Punkte
Wieder einmal bleiben zwei Punkte liegen auf dem Weg zum Aufstieg - Foto: JPH
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Im der hannoverschen Heinz von Heiden Arena ist es zum Aufeinandertreffen von Hannover 96 und der SG Dresden am Sonntag, 22.02.2026, um 13.30 Uhr, gekommen. Galt es für Hannover, Anschluss an die Spitze zu halten, musste Dresden unbedingt punkten, um der Abstiegszone zu entkommen. Im Vorfeld sprach deshalb der 96-Trainer Christian Titz in der Pressekonferenz von einer „interessanten Partie“,  denn sein Team musste drei Punkte einfahren, um die Spitze – bei einer Niederlage von Paderborn sogar Platz 4 – zu halten, während Dresden bei einem Sieg den Abstiegsplatz verlassen könnte. Also war ein Spiel zu erwarten, in dem sich keiner verstecken konnte.

Überraschender Start

Entsprechend offensiv gingen die Teams die Partie an. Aber zur Überraschung auch von Titz gingen die Dresdner offensiv los, zeigten sich als Spielmacher. Erst in der 15. Minute gab es für die Hausherren eine Ecke und die erste Chance in der 17. für Yokota, der allerdings den Ball von Aseko nicht mehr erreichte. In der 19. Minute sah Sterner die gelbe Karte nach einem Foul an Saad. Aber Dresden blieb weiterhin die druckvollere Mannschaft. Ghita sah zudem in der 34. Spielminute gelb nach rüder Attacke gegen Bobzien und wird in Bielefeld nächste Woche nicht dabei sein. Weiterhin fand das Spiel mehrheitlich in der roten, statt der gelben Hälfte statt. Es schien, als ob die Hannoveraner komplett von den Gästen verblüfft wurden.

Bei einem der wenigen roten Angriffe sah dann Rossipal (38.) nach „Abräumen“ von Yokota auch gelb. Noch blieben den Roten fünf Minuten, um klar zu machen, was man diese Saison erreichen will. Aber was von Hannover in dieser Phase aufs Tor der Gäste kommt, ist ungezielt oder zu hastig. Erst in der 43. Minute gelingt es Hannover, dauerhafter Druck auf Dresden aufzubauen, weil nicht zuletzt auch die Abwehr besser Zugriff auf die gelben Stürmer bekam. In der Zahl der gewonnenen Zweikämpfe liegt Dresden allerdings vorn.

Dann bat Schiedsrichter Martin Petersen nach drei Minuten Zugabe die Mannschaften zur Halbzeitpause ins Trockene. Hannover 96 wäre jetzt weiterhin auf Platz 5 und Dresden bleibt auf 17.

Start in die zweite Hälfte

Bei beiden Teams bestand keine Notwendigkeit zu wechseln und so ging es unverändert weiter. Das traf auch auf das Spiel zu: Dresden weiter im Vorwärtsgang, Hannover stand hinten drin. Kurze Pause, Schiri Petersen musste im Dauerregen von Hannover die Sprechgarnitur tauschen. Nach vier Minuten ging es weiter.

Die entstehende Ratlosigkeit der Roten zeigte sich in der 55. Minute, als der Ball nur zwischen den drei Verteidigern und Noll hin und her geschoben wurde. In der 58. Minute ging Yokota im Dresdner Strafraum zu Boden, Petersen winkte jedoch nur ab und sah keinen Anlass für einen Elfmeterpfiff. Sehr strittig, denn der durchgegangene Yokota wurde am Trikot gehalten. Dann begann die Titz’sche Wechselzeit und Hannover wacht plötzlich auf, kommt vors Gästetor und gewinnt dort auch den zweiten Ball. Doch es bleibt ruhig auf der Bank.

63. Minute, Schuss von Saad von links aufs Tor, Torwart Schreiber lenkt ins Aus. Das nutzt Trainer Stamm bei Dresden: Sterner und Rossipal gehen raus und Faber und Risch kommen aufs Feld. Die Dresdner Fans werden noch lauter.

67. Spielminute Freistoß für die Roten an der linken Strafraumecke, aber selbst so etwas bringt nichts. Dann wechselt Titz: Ghita geht runter, Maik Nawrocki kommt. 70. Minute ist wieder Schreiber gefordert, der den Schuss des frei vor ihm stehenden Tomiak nach Doppelpass mit Källmann übers Tor lenkt. Dresden bringt Herrmann und Lemmer für Hauptmann und Ceka. Titz bewahrt die Ruhe – noch. 73. Minute, Dresden ist durch, der Ball kommt hoch rein, Noll verfehlt, aber der Ball geht nach rechts ins Aus. Tomiak bleibt verletzt liegen, wird behandelt, muss rausgetragen werden – sieht schlecht aus. Hendry Blank kommt für ihn und Saad geht für Weißhaupt. Etwa 15 Minuten noch, die Hannover für drei Punkte bleiben. Wenn sich Hannover steigert und endlich auch mal einen Schuss wagt, stand den Ball ins Tor tragen zu wollen, könnte es kit den drei Punkten noch klappen.

Doch in der 83. Minute sichert Schreiber wieder einmal das Unentschieden für sein Team. 5. Wechsel bei Dresden: Vermeij geht und Daferner kommt, Titz ersetzt Aseko durch Thordarson – zu spät? Nach Kopfball gegen Källman bleibt Keller liegen, wälzt sich vor Schmerzen – bekommt Wasser vom Physio – und kann wieder laufen.

Zwölf Minuten Nachspielzeit werden angezeigt.

Erneut eine klasse Parade von Schreiber, der den Kopfball von Thordarson nach Flanke von Yokota auf kurze Distanz noch parieren kann. Der Ball musste drin sein! Dann sieht Thordarson gelb nach Foul. Nach weiteren 90 Sekunden ist Schluss – mit einem 0:0 gegen das Tabellenende der Liga geht Hannover 96 vom Platz. Damit wird das Team den Ansprüchen nicht gerecht, bleibt hinter Paderborn auf Platz 5 und verpasst den direkten Anschluss nach oben.

Es ist ein beklagenswertes Unentschieden aus hannoverscher Sicht, das das Team nicht weiter bringt. Erneut bleiben zwei mögliche Punkte liegen, wobei die Mitbewerber alle gepunktet haben – so entschwindet die Spitze wieder einmal. Einziger Lichtblick in diesem Regenspiel: alle 24 Spieler haben ihr Seepferdchen erworben.

Die Aufstellungen

Hannover 96 startet mit Nahuel Noll, Boris Tomiak, Virgil Ghita, Enzo Leopold, Banjamin Källman, Noel Aseko, Daisuke Yokota, Ime Okon, Elias Saad, Kalja Oudenne und Maurice Neubauer.

Auf den Einsatz warten Leo Weinkauf, Blank, Nawrocki, Weißhaupt, Nielsen, Kokolo, Thordarson, Taibi und Matsuda.

SC Dresden unter Trainer Thomas Stamm lief auf mit Tim Schreiber, Kofi Amoako, Jason Ceka, Vincent Vermeij, Robert Wagner, Alexander Rossipal, Ben Bobzien, Niklas Hauptmann, Jonas Sterner, Thomas Keller und Friedrich Müller.

Als Verstärkung warten Bethke, Faber, Herrmann, Lemmer, Fröling, Risch, Boeder, Kutschke und Daferner. Die Spielaufsicht hatten Martin Petersen mit Roberts Wessel, Luca Schlosser und Yannik Ruppert. Im Kölner Keller wachen Karin Rafalski und Thorsten Schiffner.

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