Störche sind in Sehnde zurück – keine Hilfen erforderlich

Bereits seit Ende Januar/Anfang Februar treffen trotz Schnee und Frost die ersten Störche ein – der inneren Uhr gehorchend. Auch in Sehnde – Dolgen und Rethmar – sind die beliebten Vögel zurück. Es sind sowohl Störche, die quasi vor Ort in Anbindung an Müllkippen überwintert haben sowie auch schon Heimkehrer aus Spanien. Die Sehnder-Störche auf der Ostroute sind allerdings noch im ostafrikanischen Raum.
Die Kälte macht den Störchen wenig bis gar nichts aus, so Wilfried Brauns vom Nabu aus Sehnde. „Problematisch wird es mit der Futtersuche im Freiland, wenn es über längere Zeit hohe Schneelagen gibt und sich die Mäuse unter der Schneedecke verstecken können und gleichzeitig die Gewässer zugefroren sind“, fügt er hinzu. Dennoch macht auch das ihnen nichts aus, wie die Überwinterer zeigen. Die Tiere orientieren sich dann an den Müll- und Kompost-Kippen im Lande. Bei Darmstadt (Büttelborn) gibt es eine Kompost-Kippe, an der schon seit Jahren Störche überwintern; in dieser Saison waren es bis zu 400 Tiere. Unter ihnen waren auch Ringträger aus der „Region Hannover“ (Bokeloh, Scharrel). In den Rieselfeldern bei Braunschweig gibt es auch eine Wintergruppe von bis zu 30 Exemplaren – auch hier sind Brutvögel aus der Region Hannover dabei.
Ein wichtiges Fazit daraus ergibt sich auch nach Angaben des Storchenvaters der Region Hannover, Reinhard Loehmer: dem Storch muss nicht geholfen werden. Normalerweise kennt er die genannten Futterquellen im Raum. Er kann auch einmal über mehrere Tage ohne Futter auskommen und schlussendlich kann er nach Südwesten ausweichen, wenn es zu hart für ihn werden sollte. Die Deponie Büttelborn ist zirka 300 Kilometer entfernt. Diese Distanz schafft ein Storch gut an einem Tag.
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