Seenotretter verhindern Untergang von Motorboot auf Außenweser – zwei Männer gerettet

Die Seenotretter der Station Bremerhaven der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger haben am Sonnabendnachmittag, 31. Januar 2026, auf der Außenweser zwei Männer aus Lebensgefahr gerettet. Das Motorboot der beiden Niederländer – ein ehemaliges Lotsenversetzboot – war leck geschlagen und drohte zu sinken.
Gegen 14.50 Uhr erhielt die Rettungsleitstelle See der DGzRS, das Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen, eine Meldung über ein Motorboot mit Wassereinbruch. Die beiden Männer an Bord berichteten, dass zunehmend Wasser ins Boot dringe und die Pumpe nicht richtig funktioniere. Das ehemalige Lotsenversetzboot befand sich zu dem Zeitpunkt im Fahrwasser Außenweser, etwa in Höhe der unbewohnten Insel Mellum, und lief aus eigener Kraft Bremerhaven an.
Umgehend alarmierte das MRCC den in Bremerhaven stationierten Seenotrettungskreuzer Hermann Rudolf Meyer, der sofort auslief und unter Höchstgeschwindigkeit Kurs auf den Havaristen nahm. Rund 45 Minuten später gingen die Seenotretter bei dem 16,4 Meter langen Motorboot längsseits. Ein Seenotretter stieg über und stellte fest, dass bereits ein halber Meter Wasser im Schiff stand.
Die Seenotretter brachten den Wassereinbruch zunächst mit eigener Pumpe unter Kontrolle, als sich plötzlich das Leck im Rumpf vergrößerte und größere Mengen Wasser einbrachen. Geistesgegenwärtig stopfte der Seenotretter das Leck mit einem Pfropfen, so dass es vorläufig weitestgehend abgedeckt war. Unter ständigem Lenzen (Abpumpen des Wassers) schleppte der Seenotrettungskreuzer den Havaristen nach Bremerhaven.
Zur Einsatzzeit herrschten südöstliche Winde mit vier Beaufort (bis zu 28 Kilometern pro Stunde) und eine Wellenhöhe von etwa 0,75 Meter. Die Lufttemperatur betrug -1 Grad Celsius, die Wassertemperatur etwa ein Grad Celsius.
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