Baugrunduntersuchungen für die 380 kV-Leitung zwischen Ahlten und Mehrum starten

Baugrunduntersuchungen für die 380 kV-Leitung zwischen Ahlten und Mehrum starten
Am Montag beginnen für den Bauabschnitt 3 der neuen 380 kV-Leitung die Bodensondierungen mit Druck und Bohrungen zwischen Ahlten und Mehrum - Foto: TenneT
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Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT Germany plant den Neubau der 380-kV-Leitung zwischen den Umspannwerken Landesbergen und Mehrum/Nord, die die bestehende 220-kV-Leitung ersetzen wird. An den geplanten Maststandorten im Abschnitt 3 zwischen Ahlten – Mehrum/Nord stehen ab Januar Baugrunduntersuchungen (BGU) an. Ziel dieser Maßnahme ist es, Informationen über die Bodenbeschaffenheit zu ermitteln, die vor allem Aufschluss für die Standfestigkeit der neu zu errichtenden Strommasten bringen.

Geplante Arbeiten

Hierzu werden an den potenziellen 38 Maststandorten Drucksondierungen und Bohrungen vorgenommen. Für die Drucksondierungen wird eine Sonde über ein Gestänge in den Boden gedrückt. Die Analyse des Untergrunds erfolgt über die Auswertung des Spitzendrucks und der Mantelreibung. Je Standort ist zudem eine sogenannte „Trockenkerndrehbohrung“ geplant. Dabei schlägt oder dreht ein spezielles Bohrgerät ein hohles Stahlrohr in den Boden. Dieses wird im Anschluss herausgezogen und entleert. Die entnommenen Proben werden in Laboren analysiert. Die Drucksondierungen dauern je Standort etwa einen Tag, die Bohrungen vier bis fünf Tage. Nach Abschluss der Arbeiten werden die Bohrlöcher fachgerecht verfüllt. Abfälle und überschüssiges Bohrgut werden entsorgt.

Die Maststandorte für die 380 kV-Strecke (blau) werden auf Eignung geprüft – Grafik: TenneT

TenneT hat bereits alle betroffenen Grundstückseigentümer über die Art, den Umfang und die Dauer der jeweiligen Baugrunduntersuchungen auf deren Flächen informiert. Weitere Interessierte können sich auf der Internetseite über das Projekt informieren. Die Arbeiten wurden zudem in den betroffenen Gemeinden durch ortsübliche Bekanntmachungen angekündigt.

Zeitraum der geplanten Maßnahmen

Die Baugrunduntersuchungen beginnen am 26. Januar 2026 und enden voraussichtlich am 19. April 2026. Der genaue zeitliche Ablauf hängt von den äußeren Umständen ab, beispielsweise den örtlichen Gegebenheiten, den Wetterverhältnissen und dem Sondierungsfortschritt.

Betreten und Befahren

Für die Baugrunduntersuchungen ist es erforderlich, dass die Mitarbeiter der von TenneT beauftragten Firma Grundstücke betreten sowie Wald- und landwirtschaftliche Wege befahren. Darüber hinaus werden zeitweise Abstellflächen in Anspruch genommen, etwa um die erforderlichen Geräte, Fahrzeuge, Werkzeuge und Materialien an- und abzutransportieren. Sollte es trotz aller Vorsicht bei den Arbeiten zu Flurschäden kommen, werden diese selbstverständlich entschädigt.

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