Das große Zählen im Erlebnis-Zoo Hannover

Einmal im Jahr heißt es im Erlebnis-Zoo Hannover: Durchzählen! Bei der großen Zoo-Inventur erfassen die Tierpflegenden alle tierischen Bewohner von den imposanten Elefanten bis hin zu den kleinsten Winkerfröschen. Diese jährliche Bestandsaufnahme ist nicht nur Pflicht, sondern auch ein entscheidendes Instrument für den internationalen Artenschutz.
In tagelanger Zählarbeit hat das Zoo-Team den genauen Tier-Bestand von der Addax bis zum Zebra ermittelt. Das Ergebnis für das Jahr 2025: Im Erlebnis-Zoo leben 1.779 Tiere in 164 Arten. Gezählt wurden: 319 Säugetiere in 64 Arten, 391 Vögel in 45 Arten, 43 Reptilien in 12 Arten, 472 Amphibien in 17 Arten, 340 Fische in 19 Arten und 214 Wirbellose in 7 Arten.
Den Jahresbericht stellen die Zoo-Kuratoren zusammen und vergleichen ihn mit den täglichen Aufzeichnungen. Der lückenlose Bericht geht an den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz sowie an die Gesellschafterin des Zoos, die Region Hannover, und an das Veterinäramt. Auf diese Weise ist jedes Tier im Zoo „aktenkundig“. Zugleich werden bei der Inventur einige der Tiere auch gemessen und gewogen, um die jährlichen Werte miteinander vergleichen zu können und wichtige Informationen über die Tiergesundheit und die Entwicklung der Tiere zu erhalten. Alle erfassten Daten fließen in das globale Zoological Information Management System (ZIMS) und werden mit Zoos weltweit geteilt. So lassen sich internationale Zuchtprogramme koordinieren, Populationen überwachen und Schutzmaßnahmen für gefährdete Arten gezielt umsetzen.
Allein im Jahr 2025 gab es im Erlebnis-Zoo Nachwuchs bei den vom Aussterben bedrohten Addax, Somali Wildeseln, Feldhamstern und Brillenpinguinen, bei den stark gefährdeten Roten Pandas, Leinegänsen und Mallorca-Geburtshelferkröten, den gefährdeten Feuersalamandern und Rauwolligen Pommerschen Landschafen. „Jeder Nachwuchs ist ein Erfolg für den Artenschutz – und zeigt, wie wichtig die Arbeit der Zoos für den Erhalt der biologischen Vielfalt ist“, erklärte Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff.
Mit seinen Artenschutzpartnern engagiert sich der Erlebnis-Zoo weltweit in rund 15 Ländern für die Erhaltung bedrohter Tierarten und ihrer Lebensräume. Der Zoo trägt mit diesen Projekten konkret zur Erhaltung von über 20 hochbedrohten Tierarten bei – darunter Spitzmaulnashörner, Drills und Feldhamster – und fördert darüber hinaus zahlreiche heimische Insekten und Amphibien.
Noch mehr Zahlen
Über 460 Mitarbeiter in mehr als 45 Berufsgruppen sorgen täglich für das Wohl von Mensch und Tier im Erlebnis-Zoo. Dazu kamen 2025 insgesamt 25 Auszubildende in zoologischen, kaufmännischen, gastronomischen und technischen Berufen sowie zwei FÖJlerinnen. „Der Erlebnis-Zoo ist ein vielseitiger, tierisch spannender Arbeitgeber“, betonte der Zoo-Geschäftsführer.
Das Zoo-Gärtnerteam pflanzte im Jahr 2025 insgesamt 5.159 Saisonstauden, 3.339 heimische Bienenstauden, 5.000 heimische Zwiebelpflanzen und 3 einheimische Laubbäume.
Für die Erweiterung der Afrika-Themenwelt im neuen Eingangsbereich, die zum Saisonstart fertiggestellt wird, wurden bislang ca. 5.200 Kubikmeter Erde bewegt, eine Fläche von 1.650 Quadratmeter gepflastert, 25 neue Bäume gepflanzt, 140 Findlinge versetzt und etwa 900 Meter Tropfschläuche für die Bewässerung verlegt.
Die Zoo-Bewohner wurden 2025 mit 984 Kisten Obst in 29 Sorten, 11.440 Kisten Gemüse in 40 Sorten, 166.000 Kilogramm Heu, 136.000 Kilogramm Gras, 15.000 Eiern, 10.500 Kilogramm Fleisch und 24.500 Kilogramm Fisch, der reichhaltigen Bärensuppe und kühlenden Eistorten versorgt.
Vorfreude auf die Zoo-Saison 2026
In der diesjährigen Saison können sich die Zoo-Gäste auf viele Neuerungen und Veranstaltungen freuen. „Zum Saisonstart wird der neue Eingangsbereich mit Streichelwiese und MitMachCamp fertig sein, neue, gefährdete Tierarten ziehen in den Dschungelpalast, die Seychellen-Riesenschildkröten kehren zurück und es wird viele spannende Veranstaltungen wie die Weinweltreise, die Nacht der Erlebnisse, den Zoo-Run, die Stofftierklinik und das Zoo-Kino geben“, zählte Casdorff auf. Zudem hat der Zoo neue Ticketaktionen im Programm, unter anderem das Ticket für den Late-Zoo und das Familienticket zum Familienfest. „Es lohnt sich, immer wieder nach neuen Angeboten zu schauen“, so Casdorff, „2026 wird tierisch spannend!“
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