Unterwegs für den Artenschutz: Gorilla-Weibchen „Anandi“ zieht nach Frankreich

Im November 2025 wurde Gorillaweibchen „Anandi“ zehn Jahre alt – Zeit, eigene Wege zu gehen. In Kürze wird das Weibchen im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) aus dem Erlebnis-Zoo Hannover in einen Zoo in Frankreich reisen. „Anandi“ trifft dort auf einen neuen Clan und wird – so die Hoffnung – zum Erhalt der vom Aussterben bedrohten Flachlandgorillas beitragen.
„Auch in der Wildbahn verlassen die heranwachsenden Weibchen ihre Familien und schließen sich neuen Clans an – wir freuen uns, dass wir über das EEP eine passende Familie für Anandi gefunden haben“, erklärt Kurator Fabian Krause. Das Europäische Erhaltungszuchtprogramm ist ein gemeinsames Artenschutznetzwerk zoologischer Gärten in Europa mit dem Ziel, bedrohte Tierarten durch koordinierte Zucht langfristig zu erhalten. Mit wissenschaftlicher Expertise und großem Engagement entstehen so stabile, genetisch vielfältige Reservepopulationen – ein wichtiger Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt.
„Wir werden ‚Anandis‘ Werdegang gespannt verfolgen“, berichtet Tierpfleger Patrick Panzer. „Sie ist ein temperamentvolles Weibchen, das gerne spielt und wie jeder Teenager auch mal die anderen neckt, um die Grenzen auszutesten.“ Das heranwachsende Weibchen imponiert zuweilen wie ein Silberrücken und kuschelt dann wieder mit seiner Mutter. „Die Gäste des neuen Zoos können sich jetzt schon auf ‚Anandi‘ freuen, sie ist ein ganz toller Gorilla, der gerne mit den Besuchenden interagiert“, schwärmt ihr Tierpfleger, „wir werden sie sehr vermissen.“
In aller Ruhe wird das Gorillaweibchen trainiert, in die Transportkiste zu klettern. „Anandi ist sehr lernbegierig und macht super mit, man merkt, dass sie an diesem Training Spaß hat,“ erzählt Panzer. Belohnt mit Tee, Nüssen und Gorillapellets, gehört der Aufenthalt in der Kiste schon lange zum Alltag des Gorilla-Weibchen. Auf dem Weg in die neue Heimat wird „Anandi“ dann von vertrauten Tierpflegenden begleitet.
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