Patient aus der Schweiz in Hannover eingetroffen

Insgesamt sind elf Patienten aus der Schweiz nach dem Unfall in Crans-Montana nach Deutschland übernommen und einer spezialisierten Behandlung zugeführt worden. Vier davon wurden im Rahmen bilateraler Vereinbarungen nach Deutschland transportiert, drei Personen davon nach Baden-Württemberg, eine Person nach Rheinland-Pfalz.
Sieben Personen wurden über das EU-Katastrophenschutzverfahren (UCPM) nach Deutschland übernommen. Die Verteilung der Patienten auf Krankenhäuser in Deutschland in den „fünf Kleeblättern“ erfolgte dabei gemeinsam mit den Kleeblattpartnern. Eine Person davon kam nach Niedersachsen (Kleeblatt Nord). Der Patient wurde per Lufttransport mit Flugzeug und Hubschrauber nach Hannover gebracht.
Die Schweiz hat mitgeteilt, dass jetzt keine weiteren Transport- oder Behandlungskapazitäten benötigt werden.
Unterstützung über den EU-Katastrophenschutzmechanismus
Insgesamt wurden über das EU-Katastrophenschutzverfahren 35 Patienten nach Belgien, Deutschland, Frankreich und Italien in spezialisierte Kliniken für Verbrennungsopfer gebracht. Die Transporte erfolgten dabei durch Frankreich, Italien, Luxemburg, Rumänien und die Schweiz. Unterstützt wurde die Schweiz vor Ort durch spezialisierte Teams zur Behandlung von Verbrennungsopfern aus Frankreich und Italien.
Dies zeigt die Leistungsfähigkeit und die gelebte Solidarität der europäischen Gemeinschaft, die mit Hilfe des EU-Katastrophenschutzverfahrens zielgerichtet eingesetzt werden kann.
Kleeblatttransporte entlasten Krankenhäuser
Der Kleeblattmechanismus wurde während der Corona-Pandemie von Bund und Ländern gemeinsam entwickelt, um bei außergewöhnlichen Lagen eine koordinierte, länderübergreifende Verteilung von Patienten zu ermöglichen.
Partner im Kleeblattmechanismus sind Vertreter der Länder, des Arbeitskreises für Feuerwehrangelegenheiten, Rettungswesen, Katastrophenschutz und zivile Verteidigung der Innenministerkonferenz (kurz: AK V), des Bundesgesundheitsministeriums, des Bundesministeriums des Innern, des Bundesministeriums der Verteidigung, des BBK, des Robert-Koch-Instituts und der Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesgesundheitsbehörden.
Weitere Informationen zu Abläufen des Kleeblattkonzeptes finden Sie im Internet.
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