Verlegung der B 65 im Bundesverkehrswegeplan herabgestuft

4. August 2016 @

SEHNDE-NEWS.DE. Verkehrsminister Alexander Dobrinth (CSU) hat gestern seinen überarbeiteten Bundesverkehrswegeplan 2030 im Kabinett präsentiert und von da wird er nun dem Bundestag zur Entscheidung vorgelegt. Dieser Plan, der erstmals im Vorfeld den Ländern, Städten und Gemeinden zur Stellungnahme zugeleitet worden war und den auch Bürger per Internet kommentieren konnten, enthielt auch ein Projekt für Sehnde, das zunächst als Priorität mit dem Terminus „vordringlicher Bedarf“ eingestuft worden war – und um das es in Sehnde auch heute noch eine Kontroverse gibt: die Verlegung der B 65.

Ortstermin an der B 65 in Rethmar - Foto: JPH

Ortstermin an der B 65 in Rethmar – Foto: JPH

Dabei hat die Mehrheit der Bürger sich gegen die geplante B 65-Trasse zwischen A 2 und den Ortschaften Haimar, Evern und Rethmar sowie ihre Fortführung zwischen Köthenwald, Ilten und Bilm ausgesprochen. In Rethmar jedoch machten auch die Befürworter der Verlegung mobil und sprachen sich für diese Planung aus. Dr. Maria Flachsbarth und Dr. Matthias Miersch als zuständige Bundestagsabgeordnete wurden eingeladen, der Stadtrat sprach sich ebenso wie die meisten betroffenen Ortsräte gegen das Projekt aus, auch wenn Marc Rheinfels in Rethmar eine Unterschriftenliste für den Bau an Ortsbürgermeister Matthias Jäntsch übergab. Genauso hatten sich zuvor die Bilmer und Iltener gegen das Projekt ausgesprochen.

Auch für die Verlegung gibt es Stimmen in Rethmar - Foto: JPH

Auch für die Verlegung gibt es Stimmen in Rethmar – Foto: JPH

Heute jedoch meldete Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke nach Rücksprache mit der Bundestagsabgeordneten Dr. Flachsbarth, dass das Projekt in der überarbeiteten Fassung in den Bereich „weiterer Bedarf“ herabgestuft worden ist. „Damit ist das Vorhaben maximal noch planerisch vorzubereiten“, so Lehrke. „Doch wie der Verkehrswegeplan aus dem Bundestag wieder herauskommt, kann man zur Zeit noch nicht sagen.“ Andererseits: Sicher hat das Verkehrsministerium die zuvor veranschlagte Summe von rund 80 Millionen Euro bereits anderweitig eingeplant. Damit ist wohl nicht mehr sehr realistisch davon auszugehen, dass der Bundestag den Neubau in den Bundesverkehrswegeplan 2030 wieder aufnehmen wird.

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