Verkehrssituation an der B 65 in Ilten erfordert gegenseitige Rücksichtnahme

20. August 2016 @

SEHNDE-NEWS.DE. Sie ist stark befahren, die B 65. Und nicht alle Verkehrsteilnehmer halten sich an die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten. Aus Köthenwald kommend sind zunächst 70 Kilometer pro Stunde zugelassen, dann 50 und aus Ilten kommend  sind es durchgehend 50 Kilometer pro Studne. Dazwischen liegen an der Schaftrift die WahrenWohnWelten des Klinikums Wahrendorff.

Danny Geidel (2. v. re.) leitet das Verkehrssicherheitstraining für die Bewohner im Klinikum Wahrendorff. Holger Heipl (li.) im Gespräch mit der Anwohnerin Renate Plexnies – Foto: Klinikum Wahrendorff

Danny Geidel (2. v. re.) leitet das Verkehrssicherheitstraining für die Bewohner im Klinikum Wahrendorff. Holger Heipl (li.) im Gespräch mit der Anwohnerin Renate Plexnies – Foto: Klinikum Wahrendorff

Renate Plexnies, Anwohnerin aus Ilten, fährt diese Strecke jeden Tag, um mit ihrem Hund in Köthenwald spazieren zu gehen. „Der Verkehr ist hier immens hoch, viele fahren zu schnell und einige Bewohner der WahrenWohnWelten warten nicht immer das Grün der Ampelanlage an der Einmündung der Straße AM Park ab. Ich habe große Sorge, dass hier etwas passiert“, so Plexnies.

Aber Renate Plexnies schaute nicht nur zu, sie wurde auch aktiv. So sprach sie Holger Heipl, Leiter der WahrenWohnWelten direkt auf diese Situation an. „Ich begrüße es sehr, dass Frau Plexnies den direkten Kontakt gesucht hat“, so Heipl. Und prompt lud er die Iltenerin ein, an einem der verpflichtenden Verkehrssicherheitstrainings vor Ort teilzunehmen. Denn im Klinikum Wahrendorff gibt es seit 2011 ein strukturiert aufgebautes Verkehrssicherheitskonzept, dass in enger Abstimmung mit der Polizei Burgdorf entstanden ist. Danny Geidel, ebenfalls Heimleiter im Klinikum Wahrendorff, ist hier zuständig und organisiert mit einer ganzen Reihe an Mitarbeitern, sogenannten Mobilitätstrainern, regelhafte Verkehrstrainings. „Für die Patienten und Bewohner ist im Klinikum Wahrendorff ein Verkehrsführerschein obligatorisch“, so Geidel.

Die Bewohner der WahrenWohnWelten und Plexnies kamen vor Ort ins Gespräch. Allen Beteiligten war klar, es Personenwagen Geschwindigkeit runter und bei den Bewohnern, auf den Verkehr achten, Geschwindigkeiten einschätzen und Ampelphasen abwarten, auch wenn es lange dauert. „Und das alles geht nur mit Rücksicht aufeinander, egal ob mit oder ohne seelische Erkrankung“, fasst Heipl zusammen – und bedankte sich bei Renate Plexnies für ihr gesellschaftliches Engagement.

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