Update: Wohnungsbrand in Köthenwald

3. August 2015 @

Ein Zimmerbrand im psychiatrischen Wohnheim in Köthenwald im Wollschlägers Weg hat am Freitagabend einen Großeinsatz von Rettungsdienst und Feuerwehr ausgelöst. In Sehnde wurde durch Sirenenalarm die Feuerwehr gerufen (SN berichteten). Ein 26-jähriger Pfleger hat überdies eine leichte Rauchgasvergiftung erlitten. Durch das schnelle und umsichtige Handeln der Pflegekräfte wurde die Station geräumt und schlimmeres verhindert. Die Polizei geht von einer vorsätzlichen Tat aus.

Mit großem Aufgebot war die Feuerwehr nach Köthenwald angerückt - Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde

Mit großem Aufgebot war die Feuerwehr nach Köthenwald angerückt – Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde

Gegen 17.29 Uhr entdeckte ein 28-jähriger Pfleger den Brand in einem Zimmer auf der Station im ersten Stockwerk des Wohnheims. Er löste umgehend die Brandmeldeanlage aus. Ein 49-jähriger Pfleger lokalisierte währenddessen das Feuer in dem Zimmer eines 36-jährigen Bewohners. Seine Löschversuche mit Wassereimern jedoch blieben erfolglos. Die beiden Mitarbeiter sowie ein 26 Jahre alter Pfleger evakuierten daraufhin die Bewohner der Station. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand das Bett in dem Zimmer des 36-Jährigen, der sich nicht in dem Raum aufhielt, in Vollbrand. Bei Eintreffen der Feuerwehr hatte das Pflegepersonal damit begonnen, ungefähr 30 Bewohner aus dem Haus zu evakuieren.

Sofort nach ihrem Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte drangen Atemschutztrupps zur Brandbekämpfung in das Gebäude vor. Aus dem betroffenen Zimmer drang bereits schwarzer Rauch auf den Flur. Der vorgehende Einsatztrupp konnte den Brandherd, ein Bett, in dem Zimmer schnell ausfindig machen und ablöschen. Das gesamte Gebäude wurde durch Rauchausbreitung verunreinigt. Mit einem Hochdrucklüfter befreite die Feuerwehr den Flur und die angrenzenden Gebäudeteile vom Brandrauch.

Von außen ging der Löschtrupp in das Zimmer gegen die Flammen vor - Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde

Von außen ging der Löschtrupp gegen die Flammen im Zimmer vor – Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde

Im Anschluss an diese Maßnahme wurden durch die Leute des Gerätewagens Messtechnick Luftmessungen im Gebäude vorgenommen. Eine Schadstoffbelastung ist dabei nicht gemeldet worden. Bis auf das betroffene Zimmer können alle Bereiche auf der Station weiter genutzt werden.

Das brennende Bett wurde durch das Feuer völlig zerstört, darüber hinaus entstand Sachschaden durch Rauchgasniederschlag. Die Höhe des Schadens steht derzeit nicht fest. Der 26-jährige Pfleger erlitt eine leichte Rauchgasvergiftung, die vor Ort von einer Rettungswagenbesatzung behandelt wurde; ein Transport ins Krankenhaus war nicht erforderlich. Die Polizeibeamten haben gegen den 36-Jährigen ein Strafverfahren wegen Brandstiftung eingeleitet.

Im Einsatz waren die Feuerwehren Ilten, Sehnde, Höver, Bilm und Wassel sowie der Rettungsdienst mit 15 Fahrzeugen und 70 Einsatzkräften.

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