Teilhabe am Leben trotz Behinderung: Wünsche und Erwartungen

6. Mai 2015 @

Wie im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien vereinbart, soll in dieser Legislaturperiode mit dem Bundesteilhabegesetz die Eingliederungshilfe reformiert und die Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen weiter verbessert werden. Im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales hat die Arbeitsgruppe Bundesteilhabegesetz bisher in acht Sitzungen mögliche Reformen und Ziele eines Bundesteilhabegesetzes diskutiert. Mitte April steht die abschließende Sitzung zu den Übergangsregelungen, dem Inkrafttreten und dem Abschluss an.

Das Klinikum Wahrendorff  lädt zur Tagung ein - Logo: Klinikum Wahrendorff

Das Klinikum Wahrendorff lädt zur Tagung ein – Logo: Klinikum Wahrendorff

„Mit dem Bundesteilhabegesetz übernimmt die Bundesregierung die hohe Verantwortung, die Selbstbestimmung, Teilhabe und Inklusion von Menschen mit seelischem und körperlichem Handicap im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention in den Mittelpunkt zu stellen“, so Heide Grimmelmann-Heimburg, Geschäftsführerin am Klinikum Wahrendorff. „Uns erwartet also bis 2016 eine entscheidende Gesetzgebung durch Bundestag und Bundesrat.“

Deshalb lädt das Klinikum Wahrendorff für den 3. und 4. Juni gemeinsam mit dem Netzwerk Tagesförderstätten Niedersachsen (NDS) zu einer der bundesweit größten Fachtagungen im Bereich Wohnen und Tagesstruktur ein. Das verbindende Thema der IV. Fachtagung Heimbereich SGB XII und der III. Fachtagung Netzwerk Tagesförderstätten NDS lautet in diesem Jahr: Teilhabe am Leben – Wünsche und Erwartungen.

Schwerpunktmäßig geht es bei den Fachtagungen um persönliche Lebensräume in stationären und teilstationären Heim- und Pflegeeinrichtungen zu den Themen Wohnen, Arbeit und Beschäftigung, Freizeit, Partnerschaft und Essen. „Insbesondere die Probleme von Schnittstellen wollen wir an diesen beiden Tagen in den Mittelpunkt stellen“, so Günter Pöser vom Netzwerk Tagesförderstätten NDS und Susan Wegener vom Bewohnermanagement des Heimbereichs im Klinikum Wahrendorff.
Diskutiert werden die Schnittstellen Jugend- und Erwachsenenhilfe, Erwachsenenhilfe und der Übergang zum Rentenalter und die Wünsche und Anforderungen an den ersten und zweiten Arbeitsmarkt. Allen Beiträgen werden Statements zu Wünschen und Erwartungen von Betroffenen unterschiedlicher Betreuungsformen voran gestellt. Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Gesundheit und sozialen Einrichtungen beleuchten die Themen aus den verschiedenen Blickwinkeln. Zusagen von Mitgliedern des Bundestages und von der Landespolitik liegen vor. Das umfassende Programm steht ab April zur Verfügung. Weitere Informationen finden sich dann im Internet unter www.wahrendorff.de.

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