Turnhallenbrand: Stadt erringt Teilerfolg mit Anzeigen

7. Oktober 2016 @

SEHNDE-NEWS.DE. Rund drei Monate ist es her, dass die inzwischen abgerissene Turnhalle in einem Flammenmeer aufging und von über hundert Feuerwehrleuten und mit Hilfe von vielen Fahrzeugen gelöscht werden musste. Dabei fanden sich erwartungsgemäß viele Schaulustige an der Waldstraße ein, wobei die meisten sich an die Vorgaben der Sicherheitsposten und Absperrungen hielten.

Beim Turnhallenbrand gab es mit einem Autofahrer Ärger - Foto: JPH

Beim Turnhallenbrand gab es mit einem Autofahrer Ärger – Foto: JPH/Archiv

Aber ein Fahrzeug mit vier Insassen, die zum Brandort kamen, wollten sich nicht an die Anweisungen der Sicherheitsposten halten – so berichtete die Stadtverwaltung später. Daraufhin erstattete die Stadtverwaltung Anzeige. Gegen den Fahrer des Wagens wegen behindernden Parkens. Und eine wegen Beleidigung, wie der Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke am Mittwoch mitteilte. „Wir sperren ja nicht ab, weil wir nichts besseres zu tun haben, sondern um die Gefährung der Bürger und unseres Personals auszuschließen“, so der Bürgermeister. „Es kann schnell mal durchzünden oder etwas einstürzen, dann müssen alle schnell weg. Und dazu brauchen wir sicheren Platz vor allem für das Personal, das am Brandherd ist.“

Die meisten Schaulustigen befolgten die Anweisungen der Sicherheitsposten - Foto: JPH

Die meisten Schaulustigen befolgten die Anweisungen der Sicherheitsposten – Foto: JPH/Archiv

Bei den beiden Anzeigen zeigte sich ein unterschiedliches Ergebnis. „Leider ist die Anzeige wegen der Ordnungswidrigkeit des behindernden Parkens vor einiger Zeit eingestellt worden“, so Lehrke, „weil man den Fahrer nicht einwandfrei identifizieren konnte. Die vier Insassen beschuldigten sich gegenseitig, gefahren zu sein.“ Aber einen Teilerfolg erzielte die Stadtverwaltung mit der parallel erstatteten Anzeige wegen Beleidigung, so der Bürgermeister. „Diese Anzeige konnte weiterverfolgt werden und daraufhin wurde vor einiger Zeit ein Urteil in Form von 20 Sozialstunden gegen eine der vier Personen verhängt.“ Die sind nun durch den Betroffenen abzuleisten – vielleicht ja sogar bei der Feuerwehr?

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