Stadt ehrt verdiente Bürger und Organisationen

25. Januar 2016 @

SEHNDE-NEWS. Im Rahmen des Neujahrsempfangs ehrt die Stadt Sehnde regelmäßig Bürger und Organisationen, die sich im zurückliegenden Jahr oder über einen längeren Zeitraum für die Einwohner der 15 Ortsteile verdient gemacht haben. Dazu können die Bürger, Vereine, Verbände und Parteien Vorschläge einreichen, über die dann im Rat beschlossen wird.

Helga Akkermann, Ex-Direktorin der KGS, erhielt für ihre Arbeit die Ehrenmedaille der Stadt Sehnde - Foto: JPH

Helga Akkermann, Ex-Direktorin der KGS, erhielt für ihre Arbeit die Ehrenmedaille der Stadt Sehnde – Foto: JPH

Auch dieses Jahr waren wieder eine Einzelperson und drei Organisationen ausgewählt worden, eine besondere Ehrung an diesem Abend zu bekommen. Dabei ging die Ehrenmedaille der Stadt an die ehemalige Direktorin der KGS, Helga Akkermann. Mit der Verleihung der Ehrenmedaille der Stadt Sehnde zeichnet sie eine besonders ehrenwerte Persönlichkeit aus. Und so bat der Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke die Ex-Schulleiterin auf die Bühne. „Von 1997 an war Frau Helga Akkermann an der KGS Sehnde tätig. Zunächst als stellvertretende Direktorin und ab August 2001 als Direktorin dieser großen Bildungseinrichtung mit 1750 Schülerinnen und Schülern und knapp 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie hat diese Schule nicht nur mit Herz und Seele geführt – sie hat diese Schule gelebt“, begann er seine Laudatio und nannte einige „Meilensteine“ ihres Wirkens.

Aufbau der Oberstufe mit dem ersten Abitur im Jahr 2004, Aufbau von Profilklassen, wie der Orchester-, der Notebook- und der Forscherklassen, die Umwandlung zur Ganztagsschule und
und den „ganz normalen“ Schulbetrieb mit 200 Lehrkräften und 1800 Schülerinnen und Schülern. So trug sie dazu bei, dass die KGS heute ein Standortfaktor der Stadt geworden ist.

Das Publikum honorierte die Auszeichnungen mit zustimmendem Applaus - Foto: JPH

Das Publikum honorierte die Auszeichnungen mit zustimmendem Applaus – Foto: JPH

Für ihr bürgerschaftliches Engagement wurden dann stellvertretend für ihre Organisationen Anke Ahlswede, Christiane Winkenbach, Ulrike Neugebauer, Susanne Kandziora-Dziegiel, Renate Mosebach (alle ENAS), Doris Fischer (Hopspizdienst), Marianne und Hans Bremer, Heinz Berkefeld und Wolfgang Herrmann (alle Boule Platz Team) ausgezeichnet.

ENAS ist das Ehrenamtliche Netzwerk für Asylsuchende in Sehnde. Ohne das ehrenamtliche Engagement der Vereine, Verbände, Institutionen und der vielen Einzelpersonen, die sich unter dem Dach von ENAS zusammengefunden haben, wäre die Flüchtlingsarbeit gar nicht leistbar. „Im Februar 2015 wurde ENAS gegründet; mittlerweile stehen über 140 Personen in der Netzwerkliste als Helferinnen und Helfer und als Multiplikatoren für ihre eigenen Institutionen bereit“, so Lehrke zur Arbeit der Organisation. Es gibt Patenschaften für Familien, diverse Sprachkurse, Sprechstunden im Rathaus, Handarbeits-, Näh- und PC-Kurse, Sportangebote, Spielenachmittage, Kaffeerunden, Basare, die Tafel, die Kleiderkammer, eine Fahrradwerkstatt und vieles mehr. „Wir ehren ENAS und damit alle aktiven Helferinnen und Helfer. Stellvertretend für Sie alle stehen hier fünf Frauen auf der Bühne.“

Seit über 7 Jahren sind Doris Fischer und Sabina Haarstrich ehrenamtlich als Kranken- und Sterbebegleiterinnen für den ambulanten Hospizdienst für Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze im Hospizdienst tätig. Sterbende sind in ihrer Situation darauf angewiesen, dass die Menschen, die sie betreuen und begleiten, ihren Bedürfnissen Beachtung schenken und entsprechend darauf reagieren, damit sie die Möglichkeit haben, ihren letzten Lebensabschnitt würdevoll, individuell und angemessen zu gestalten. „Neben ihrer eigenen Ausbildung und laufenden Fortbildung für diese Tätigkeit sind beide auch in der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit des Hospizdienstes aktiv“, hob Lehrke hervor.

Die Vertreter der ENAS, des Hospizdienstes und des Bouleplatz Teams (v.li.) bekamen eine Urkunde und Blumen - Foto: JPH

Die Vertreter der ENAS, des Hospizdienstes und des Bouleplatz Teams (v.li.) bekamen eine Urkunde und Blumen – Foto: JPH

Für das Boule Platz Team waren Marianne und Hans Bremer, Heinz Berkefeld und Wolfgang Herrmann aufgerufen worden. „Sie haben vor fünf Jahren den Boule Platz Gruppe in Eigenregie errichtet und halten ihn laufend in Schuss. Mittlerweile ist diese öffentliche und kostenfrei nutzbare Einrichtung so stark frequentiert, dass sich fast ganzjährig und nahezu täglich dort Gruppen einfinden und gemeinsam spielen“, stellte der Bürgermeister die Arbeit der Gruppe vor. „Aus den anfänglich 10 Nutzerinnen und Nutzern wurden mittlerweile fast 70 regelmäßige Boule Spieler, die sich in Gruppen, in Vereinen, in Familie oder als Paare dort einfinden um dem beliebten Spiel mit den Kugeln zu frönen.“ Alle Geehrten erhielten zu ihrer Urkunde auch noch einen Blumenstrauß, bevor es danach zum Empfang in der Schulstraße ging.

Kommentare gesperrt.

© 2019 Sehnde-News.