Seniorenbeirat zieht Bilanz: Ein großes Problem bleibt

20. August 2015 @

Der neue Seniorenbeirat für Sehnde ist gewählt und nimmt seine Arbeit am 15. September auf. Zuvor jedoch hat sich der amtierende Beirat noch einmal getroffen, um Bilanz zu ziehen. Unter Vorsitz seines Sprechers Peter Luszik waren nicht nur die fünf gewählten Mitglieder in das Ratszimmer an der Nordstraße gekommen, sondern auch die zugewählten Berater und drei Mitglieder des Fahrdienstes. Sie alle trugen für ihren Bereich die Bilanz ihrer Arbeit vor, was gleichzeitig der Startpunkt für ihre Nachfolger sein wird.

Ellen Osten, Sieglinde Schulz (v.li.) und Gabriele Schröder und Wolfgang Rotermund (v.re.) verabschieden Fahrdienstkoordinator Christian Wedekind (mi.) aus dem Beirat - Foto: JPH

Ellen Osten, Sieglinde Schulz (v.li.) und Gabriele Schröder und Wolfgang Rotermund (v.re.) verabschieden Fahrdienstkoordinator Christian Wedekind (mi.) aus dem Beirat – Foto: JPH

Mit Luszik zusammen wird Christian Wedekind seine Arbeit im Seniorenbeirat beenden. Die übrigen Mitglieder und zugewählten Berater werden ihre Arbeit fortsetzen, denn sie hatten sich erneut zur Wahl gestellt. Zwei Mitglieder werden neu hinzukommen (SN berichteten). Damit wird der neue Beirat sieben Mitglieder umfassen. Diesen Vorschlag hatte das amtierende Gremium noch 2015 eingebracht in den Stadtrat.

In der Bilanz von Peter Luszik stehen natürlich die Gespräche zum Bekanntmachen des Beirtas an erster Stelle. So hat das Team die Senioren- und Betreuungseinrichtungen sowie die Kirchen besucht, um sich dort kundig zu machen, aber auch um sich vorzustellen. In politischen Gremien waren die Senioren vertreten und vieles zum besseren Straßenverkehr für Senioren beigetragen. Hier nannte Luszik vor allem die Absenkungen von Bordsteinen für Rollatoren und Rollstühle an Kreuzungen, Ampeln und Überwegen sowie Buseinstiegen. Der Seniorenfahrdienst ist in Sehnde entgegen denen in anderen Orten zum Erfolg geworden und die Auftritte bei Generationentagen haben auch ihr Publikum erreicht. Die Idee eines „Seniorenfitness-Parks“ allerdings musste man zugunsten von Einzelgeräten aufgeben, denn auch die Ortsteile wollten solche Angebote haben. Dazu wird die nächste Anlage in der kommenden Woche in Ilten eingeweiht.

Auch die neue Friedhofsordnung ist maßgeblich vom Seniorenbeirat mitgestaltet worden, darauf wies Karl Plachetka, der als Nachrücker in den Beirat kam, hin. Nun sind alternative Bestattungsformen auch in Sehnde möglich. Wolfgang Rotermund berichtete von der langwierigen Arbeit, einen Augenarzt in Sehnde anzusiedeln. Dabei, so trug er vor, verschanzt sich die Kassenärztliche Vereinigung hinter einer ausreichenden Versorgung von117 Prozent in der Region. „Dass die nächste allerdings in Springe, einer in Lehrte und in Burgdorf sind, interessiert die Funktionäre nicht. Statistisch ist alles bestens versorgt“, so trug er vor. Dabei arbeitete der Beirat auch mit Petitionen, den gewählten Bundestags- und Landtagsabgeordneten – bislang ergebnislos. Diese Aufgabe wird er im neuen Beirat fortsetzen, da er erneut gewählt wurde. Hilfreich könnte es hier werden, dass auch die Bundesregierung langsam die Geduld mit der Selbstverwaltung der Ärzte verliert, denn es gibt auch keine Änderungen bei der Versorgung im ländlichen Bereich.

Letzte Sitzung des kompletten Gremiums mit Ellen Osten, Gabriele Schulz, Christian Wedekind, Gabriele Schröder, Peter Luszik, Wolfgang Rotermund, Christa Bombien und

Letzte Sitzung des kompletten Gremiums mit Ellen Osten, Gabriele Schulz, Christian Wedekind, Gabriele Schröder, Peter Luszik, Wolfgang Rotermund, Christa Bombien, Klaus Plachetka und Klaus Melchert (v.li.) – Foto: JPH

Eine Erfolgsstory dagegen ist der Sehnder Fahrdienst, der dank der Arbeit von Christian Wedekind, zugewähltes Mitglied, und seinen drei Fahrerinnen gut läuft. Da auch er Ende August sein Amt aufgibt, wird der neue Beirat hier einen Posten neuen besetzen müssen. Er wurde von den anwesenden drei Fahrerinnen mit einem kleinen Präsent verabschiedet.

Zum Schluss führte Luszik noch die kleineren Baustellen auf, die neben dem dicken Brett der Augenarztansiedlung den Nachfolgern übergeben werden. So beispielweise seniorengerechte Schaltzeiten verschiedener Ampeln, die Verkehrssituation in der Breiten Straße mit zu schnell fahrenden Autos und einem eventuellen Kinoprojekt gemeinsam mit dem Jugendfreizeitheim. Da fünf der sieben aktuellen Mitglieder auch den neuen Beirat mit bilden werden, dürfte die Übergabe der „Dienstgeschäfte“ reibungslos verlaufen. „Prüfen muss man, ob man nicht die öffentlichen Sitzungszeiten von 18 Uhr in den Nachmittag vorverlegt, um mehr Besucher bei den Sitzungen zu erreichen“, so schloss Luszik die letzte Sitzung des Gremiums.

Wie die Stadtverwaltung mittelte, wird der Seniorenbeirat am Ende seiner Wahlperiode noch offiziell verabschiedet werden. Die endet mit der konstituierenden Sitzung des neuen Gremiums am 15. September.

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