Sehnder U-Bahnbau im Zeitplan – Fertigstellung absehbar

1. April 2015 @

Der bereits 1907 begonnen U-Bahnbau der Stadt Sehnde mit Ausgangspunkt südlich der Prof.-Plühr-Straße in Höver kommt gut voran und liegt im Zeitplan. So sind jetzt die ersten Tunnel an der Hauptstation in Höver angeschlossen worden und auch die Station selbst ist in der richtigen Tiefe angekommen. Die Wasserproblematik beim Bau der dortigen Station „Fossilienwiese“ ist mit Hilfe des jahrelangen Versuchsaufbaus am Potsdamer Platz in Berlin gelöst worden, und nun kann mit der Einrichtung der Bahnsteige begonnen werden. Sind sie fertig, kommt dann nach bereits 108 Jahren der Deckel auf die Station und die Röhren, die im Mergelspülverfahren zu den Ortsteilen vorgeschoben werden, finden ihren Anschluss. Daran kann sich Berlins Flughafenneubau Willy-Brandt wahrlich ein Beispiel nehmen.

Der Hauptbahnhof Höver hat seine Tiefe erreicht und gut zu sehen sind auch die Röhren für die U-Bahnen in die Ortsteile - Foto: JPH

Der Hauptbahnhof Höver hat seine Tiefe (vo.re.) erreicht. Gut zu sehen sind auch die Röhren für die U-Bahnen in die Ortsteile, links nach Ilten, oben nach Bilm – Foto: JPH

Abschließende Arbeiten für den Röhrenvortrieb zwischen den Orten Evern-Haimar-Dolgen hatten die Stadtwerke ja bereits 2014 im sogenannten Unterdruckspülpumpverfahren teilweise auch im Tagebau fertiggestellt (SN haben nicht berichtet). So kann der Anschluss der „König-Ostreich-Stichstrecke“ von dort an die sogenannte „Feine-Kleine-Trasse“ direkt in Rethmar erfolgen. Dieser Link verbindet direkt die Ortsteile Höver-Ilten-Sehnde, dann über Rethmar zurück nach Wassel und Bilm zur Hauptstation in Höver. In Sehnde entsteht dazu derzeit die U-Bahnstation „Öttinger-Park“, die schon mit einem längeren Probesitzen getestet wurde.

Auch in Rethmar ist der Platz für den U-Bahnhof schon abgesteckt - Foto: JPH

Auch in Rethmar ist der Platz für den U-Bahnhof schon abgesteckt und gemäht – Foto: JPH

Für die Station Seufzerallee in Rethmar, zugleich Umsteigestation nach Dolgen, Haimar und Evern, ist der Platz für den Stationsaushub bereits abgesteckt (siehe Foto). Für den Zustieg aus den Bereichen Bolzum, Wehmingen, Wirringen und Müllingen ist von dort die Stichstrecke „Das Kreuz mit dem Süden“ vorgesehen, deren Einstiegsbahnhof am Müllinger Tivoli vergraben wird. Die Zwischenhaltestellen in den jeweiligen Ortsmitten wollen die Ortsräte, Schützenvereine und Feuerwehren in Eigenarbeit herstellen. Geplant ist die Fertigstellung voraussichtlich 3035.

Ob die Ortsteile Gretenberg und Klein Lobke jemals angeschlossen werden sollen, wird der Ortsrat Sehnde voraussichtlich am kommenden St. Nimmerleinstag entscheiden. Bis dahin wird mit einem Frauentaxi anstelle eines Schienenersatzverkehrs geplant.

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