Sehnder Tafel feiert Weihnachten

24. Dezember 2015 @

Die Sehnder Tafel hatte für das vergangene Wochenende wieder zur Weihnachtsfeier in die Halle auf dem Avacon-Gelände in Sehnde eingeladen. Alles war wieder bestens vorbereitet. Es gab Punsch, Kaffee und Kuchen – und die Hauptsache dieses Mal: Spiel- und Anziehsachen zu Weihnachten. Eine große Crew um Renate Grethe, Präsidentin des Sehnder Civitan Clubs, hatte alles hergerichtet, bevor dann gegen 14 Uhr die ersten Gäste kamen.

Renate Grethe (li.) und ihre Crew hatten wieder viel organsisiert für die Weihnachtsfeier - Foto: JPH

Renate Grethe (li.) und ihre Crew hatten wieder viel organsisiert für die Weihnachtsfeier – Foto: JPH

Die Weihnachtsfeier lief parallel zur Lebensmittelausgabe der Tafel. Vor oder nach dem Empfang der Lebensmittel konnten die Gäste der Tafel dann auch die Weihnachtsfeier nutzen, sich mit Kaffee und Kuchen bedienen und gleichzeitig die gespendete Kleidung und die Spielwaren durchsehen und sich damit ein etwas fröhlicheres Fest bereiten. „Wir danken der Kita Spatzennest, die uns über die Ortsbürgermeisterin von Wassel, Almuth Gellermann, mit Spenden versorgt hat. Und natürlich der evangelischen Kirchengemeinde Sehnde, die wieder viel Spielzeug gesammelt hat“, freute sich Grethe. „Ohne diese Spenden könnten wir den betroffenen Familien kein solches Angebot machen.“ Zudem waren auch der Punsch von der Sparkasse Sehnde gestiftet, die ihn auch gleich selbst ausschenkte, und der Kuchen von den Civitan Mitgliedern bereitgestellt.

Und wirklich waren viele Spenden zusammengekommen – hauptsächlich Brettspiele für die ganze Familie, aber auch Plüschtiere und Autos. Das Ganze war altersgerecht ausgezeichnet durch Milena Riedel, Schulsprecherin der KGS, die mit Schülerinnen wie Vanessa Döring auch dieses Jahr die Tafel unterstützte. „Schön ist, dass die meisten Spiele auch von Nicht-Deutschen verstanden und gespielt werden können“, so Grethe. Denn inzwischen sind viele der rund 125 seit 2015 betreuten Familien Flüchtlinge. „Das ist eine Nutzer-Zunahme von rund 50 Prozent gegenüber 2014“, erzählte die Präsidentin. „Davon kommen jeden Sonnabend etwa 100 Familien zur Tafel.“ Dabei ist ihre größte Sorge, dass die Lebensmittelspenden reichen bei dieser Zunahme von Nutzern, denn die sind nicht entsprechend mit angestiegen.

Eine Sorge ist sie allerdings inzwischen genauso los, wie die gegenüberliegende Kleiderkammer der AWO. Das Damoklesschwert der Raumkündigung liegt seit vergangenem Donnerstag nicht mehr über der Einrichtung: Da nämlich hat der Stadtrat die Stadtverwaltung beauftragt, das Avacon-Gelände zu kaufen – und dann kann die Tafel ihre Arbeit von dort langfristig weiter verrichten (siehe SN Bericht) und auch Weihnachten 2016 dort feiern.

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