Sehnder Starter bei der „Firefighter Combat Challenge“

18. Juli 2017 @

Von der „US Fire Administration“ ist 1975 eine Studie in Auftrag gegeben worden, die zur Aufgabe hatte, einen allgemeinen eigenständigen physischen Leistungstest für Feuerwehrleute zu entwickeln. Heraus kam ein Ergebnis, in dem die fünf häufigsten Aufgaben bei einem Brandeinsatz erfasst waren: Treppen steigen, Schläuche mit einem Seil hochziehen, ein Hammerschlagsimulator, einen mit Wasser gefüllten Schlauch ziehen und einen Dummy retten. Das Ganze natürlich in kompletter Schutzausrüstung und angeschlossenen Atemschutzgerät – und unter Zeitdruck. Der erste derartige öffentliche Wettkampf entstand daraus 1991. Die „Firefighter Combat Challenge“ war geboren. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich dieser Sport dann über die ganze Welt. Mittlerweile gibt es in den USA jährlich um die 30 solche Wettkämpfe inklusive einer US-Meisterschaft und der Weltmeisterschaft. Auch in Deutschland ist die „Challenge“, wie sie kurz genannt wird, auf dem Vormarsch. Die erste deutsche Challenge fand 2007 in Berlin statt und verzeichnete 76 Starter.

Florian Menklein „rettet“ den 80 Kilo schweren Dummy – Foto: Privat

Der Wettkampf besteht auch in Deutschland aus fünf Elementen, die ohne Pause direkt hintereinander durchgeführt werden.

Erste Station ist ein 12 Meter hoher Turm, der mit einem Schlauch bestiegen werden muss. Anschließend wird ein Schlauch mit einem Seil heraufgezogen und in einer Box abgelegt. Nachdem man Stufe für Stufe den Turm wieder herabgelaufen ist, muss man mit einem vier Kilogramm schweren Hammer ein Gewicht von 72,5 Kilogramm über eine Strecke von 1,50 Meter schlagen. Anschließend folgt ein 42,5 Meter langen Slalomlauf. Die vierte Station beendet man, indem man mit einem Wasserstrahl ein Ziel trifft. Zuvor muss der wassergefüllte Schlauch 22,8 Meter weit gezogen werden. Fünfte und letzte Station simuliert die Rettung einer rund 80 Kilogramm schweren Puppe.

Stolz präsentiert Menklein seine errungene Medaille – Foto: Privat

Am Wettkampf 2017 in Ediger-Eller an der Mosel in Rheinland-Pfalz nahmen insgesamt 14 Nationen teil, wobei Feuerwehrleute durchaus große Strecken reisen, um mit dabei zu sein. So war auch Florian Menklein von der Ortsfeuerwehr Höver nach Berlin gefahren, um sich in dem 304 Personen starken internationalen Starterfeld zu messen. Und mit einer guten Leistung präsentierte sich das Mitglied der freiwilligen Feuerwehr in dem Wettbewerb. Mit einer Zeit von nur 2:37 Minuten für den Parcours belegte Menklein den Gesamtplatz 142 und erreichte in seiner Altersklasse den 53. Platz von 85 Startern. Auf dieses hervorragende Ergebnis kann der Feuerwehrmann mit Recht stolz sein.

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