Sehnder Seniorenbeirat tagt öffentlich – Planungen vorgestellt

3. Mai 2016 @

Der neue Sehnder Seniorenbeirat hat inzwischen seine Arbeit aufgenommen. Die Wahl des derzeitigen Seniorenbeirates für fünf Jahre fand August 2015 statt. 37 Prozent der wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger über 60 Jahren haben ihre Stimme abgegeben. In der konstituierenden Sitzung am 15. September 2015 wurde Angelika Schrader zur Vorsitzenden und Karlheinz Drewes zum Stellvertreter gewählt. Schriftführer ist Dr. Hermann Krähling.

Der Seniorenbeirat mit XX, Christa Bombien, Karlheinz Drewes, Angelika Schrader, Karl Plachetka, Wolfgang Rotermund, Dr. Hermann Krähling und Gastredner PK Stefan Flohr (v.re.) - Foto: JPH

Der Seniorenbeirat mit Klaus Melchert, Christa Bombien, Karlheinz Drewes, Angelika Schrader, Karl Plachetka, Wolfgang Rotermund, Dr. Hermann Krähling und Gastredner PK Stefan Flohr (v.re.) – Foto: JPH

Der Seniorenbeirat wird von der Stadt Sehnde in allen für Senioren wichtigen Fragen angehört, ist in den Fachbereichsausschüssen des Rates der Stadt vertreten und hat Antrags- und Rederecht. Zudem steht er in Kontakt mit den Sozialverbänden, Pflegeheimen und Pflegediensten und anderen wichtigen Einrichtungen, sowie dem Regions-Seniorenbeirat.

In regelmäßigen Arbeitstreffen hat der Seniorenbeirat erste Arbeitsschwerpunkte vereinbart und brachte seit seiner konstituierenden Sitzung im September 2015 bereits einiges auf den Weg. So ist ein besonderes Erfolgskonzept der vom Seniorenbeirat bereits in der vergangenen Wahlperiode ins Leben gerufene Fahrdienst zum Einkaufen oder zu Arztbesuchen. Dieser wird nach wie vor gut angenommen. Wöchentlich sind es etwa fünf bis sechs Personen, die diesen Service nutzen. Um diesen Fahrdienst weiter und verlässlich anbieten zu können, werden allerdings dringend zusätzliche ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer sowie Freiwillige, die die Terminkoordinierung am Telefon jeden Dienstag für knapp drei Stunden gewährleisten, gesucht, betont „Fahrdienstleiter“ Wolfang Rotermund.

Zunächst gab Angelika Schrader einen Überblick über die Arbeit - Foto: JPH

Zunächst gab Angelika Schrader (hi.li.) einen Überblick über die Arbeit – Foto: JPH

Die Sehnder Senioren zu informieren und ihnen Gelegenheit zu geben, ihre Wünsche und Anregungen einbringen zu können, ist dem Seniorenbeirat ein weiteres besonderes Anliegen. Deshalb wurden die Homepage und ein Informationsfaltblatt aktualisiert. Die Sehnder Senioren sollten sich nicht scheuen, Kontakt mit dem Seniorenbeirat aufzunehmen, und bei ihren Freunden und Bekannten dafür zu werben, die Chance, die der Seniorenbeirat bietet, zu nutzen.

Nach wie vor ist es dem Seniorenbeirat ein großes Anliegen, einen „Augenarzt“ in Sehnde anzusiedeln. Hierzu wurden Gespräche unter anderem mit der Bundestagsabgeordneten Dr. Flachsbarth und mit dem Vorstandsvorsitzenden der KVN geführt. Auch der Bundesgesundheitsminister Volker Gröhe ist um Mithilfe gebeten worden. Im Interesse der Seniorinnen und Senioren wird der Seniorenbeirat auch weiterhin an dem Thema intensiv dran bleiben und regelmäßig über den aktuellen Stand informieren.

PK Flohr sprach zu bestimmten Themen für Senioren - Foto: JPH

PK Flohr (hi.li.) sprach zu bestimmten Sicherheitsthemen für Senioren – Foto: JPH

Ein weiterer wesentlicher Aspekt der Arbeit des Sehnder Seniorenbeirats ist die regionale Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat der Region. In regelmäßigen Abständen berichtet dieser den Delegierten über seine Tätigkeiten und auf weist auf Thematiken hin, die alle Seniorenvertretungen betreffen. Angeregt durch den Seniorenbeirat der Stadt Sehnde ist zudem im Sommer 2014 das erste Outdoor-Fitnessgerät installiert worden. Die Einrichtung von weiteren Geräten ist in Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat in Sehnde erfolgt und nun wird in Kürze in Höver am Bouleplatz ein weiteres Outdoor-Fitnessgerät aufgestellt. Dort ist eine Dreifach-Kombination wie in Ilten geplant. Zudem sollten nach dem Wunsch des Beirates mehr Bänke und Papierkörbe aufgestellt werden sowie die Anzahl der „Hundetoiletten“ verbessert werden. „Es ist ekelhaft, wenn die Senioren mit ihren Rollatoren oder, noch schlimmer, Rollstühlen durch diese Hinterlassenschaften fahren“, so die einheitliche Meinung zu diesem Thema. Außerdem sollte besser kontrolliert werden, wer die „Tretminen“ seines „Fiffis“ liegen lässt.

Der von vielen Seniorinnen und Senioren seit langem geäußerte Wunsch nach einer Bushaltestelle am Friedhof wird noch in diesem Jahr Wirklichkeit werden. Der Seniorenbeirat unterstützt und begleitet diesen Prozess weiterhin. Auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist, so möchte der Seniorenbeirat doch auch bei Edeka Jacoby die bereits bei Rewe angebrachten Leselupen an den Einkaufswagen anregen. Dringenden Handlungsbedarf sieht der Beirat auch in der Friedrich-Ebert-Straße, deren Fußweg für Rollatoren vollkommen ungeeignet ist. Zudem sollte der Überweg an der Kreuzung B 443/B 65 mit Geräuschgeneratoren für Sehbehinderte ausgerüstet werden.

Der Beirat wird zwei Mal jährlich öffentlich tagen - Foto: S. Peters/Stadt Sehnde

Der Beirat will zwei Mal jährlich öffentlich tagen – Foto: S. Peters/Stadt Sehnde

Im November 2015 wurde der Wohnpark Ilten besucht. Diese Einrichtung beschäftigt sich mit älteren Menschen jenseits der 60 und ihren psychischen Erkrankungen. Desweiteren besuchte eine Mitarbeiterin vom Ambulanten Hospizdienst für Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze den Seniorenbeirat, um über ihre Arbeit zu berichten. Weitere Besuche Sehnder Sozialeinrichtungen sind vorgesehen.

Zukunftsprojekte sind die Aufstellungen von weiteren Fitness-Geräten in Wehmingen/Bolzum, ein zweites in Rethmar und in Ilten an den Kleewiesen. Die Nutzung der bestehenden Einrichtungen ist nach den Beobachtungen des Beirates bislang gut, Hinweisschilder könnten die Ausnutzung noch verbessern helfen. Leider hatte die Befragung der Senioren keine große Resonanz, so dass der Beirat weiterhin auf Einzelhinweise für seine Arbeit angewiesen ist – die aber sollten unbedingt erfolgen.

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