Sehnder Feuerwehren hatten gut zu tun

27. Juli 2015 @

Das Sturmtief Zeljko hat am Sonnabend für zahlreiche Einsätze bei den Sehnder Feuerwehren gesorgt. Nach ersten Zählungen kamen die Feuerwehren aus Sehnde, Höver, Ilten, Bilm, Wassel, Rethmar und Müllingen/Wirringen auf etwa sechs Alarmierungen, teilt ihr Pressesprecher mit. Dabei handelte es sich glücklicherweise nur um umgestürzte Bäume, Masten und herabgefallenen Äste. Menschen wurden den Berichten der Feuerwehren zufolge nicht verletzt. Auch eine Katze überstand ihre Rettung gut. Zahlreiche Feuerwehrleute standen zudem ständig in Bereitschaft, zuhause oder in den Feuerwehrhäusern.

Die umgeknickten Masten der Stromleitung mit 20 kV bei Köthenwald - Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde

Ein umgeknickter Mast der Stromleitung mit 20 kV bei Köthenwald – Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde

Mit den ersten heftigen Sturmböen gegen 14 Uhr begannen die Einsätze der Feuerwehren, die sich bis zum Sonntagmorgen hinzogen. Der kritischste Einsatz fand wohl in der Feldmark bei Köthenwald statt. Hier hatte der Sturm zwei Strompfähle einer 20 Kilovolt-Stromleitung umgedrückt. Wegen der anliegenden Hochspannung wurde der Bereich durch die Feuerwehr gesichert und der Energieversorger hinzugezogen. „Harmloser“, weil Niederspannung, war da schon der Einsatz an einer Telefonleitung in Wirringen, in die ein Baum gefallen war. Die übrigen Einsätze konnten mit Hilfe von Motorsägen, Äxten und Muskelkraft bewältigt werden.

Der Aufenthalt auf dem Dachfirst war für die katze nicht ok. Aber die vielen Menschen dann auch nicht - Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde

Der Aufenthalt auf dem Dachfirst war für die Katze nicht ok. Aber die vielen Menschen dann auch nicht – Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde

Dass Katzen naturgemäß Angst vor Gewittern, Unwettern und Sturm haben, ist bekannt und meistens kommen sie rechtzeitig nach Hause. Doch eine Katze in der Sehnder Waldstraße schlug offensichtlich den falschen Weg ein und flüchtete auf das Dach ihres Wohngebäudes. Nun saß sie auf dem First fest und kam nicht mehr herunter. Also rückte die Feuerwehr Sehnde mit der Drehleiter an – doch konnte sie nicht einsetzen: Die Entfernung des Gebäudes von der Straße ließ den Einsatz nicht zu. Deshalb wurde das Löschgruppenfahrzeug nachalarmiert und die Feuerwehrleute nutzten die Steckleiter, um dem Tier nahezukommen. Das hatte aber wohl wegen der vielen blauen Menschen um es herum noch mehr Panik bekommen, lief in Richtung Regenrinne – und verließ das Dach mit einem beherzten Sprung in die Tiefe. Ersten Berichten zufolge hat die Katze das gut überstanden und die fünf Feuerwehrkameraden auch.

Auf ihrer Rückfahrt von der Waldstraße bemerkten die Einsatzkräfte dann einen umgestürzten Baum auf der Peiner Straße, den sie direkt zersägten und beiseite räumten.

Gegen 18.10 Uhr wurden die Sehnder dann erneut zu einem umgestürzten Baum alarmiert. Dieses Mal lag er in der Waldstraße, wo er zwischen KGS und Turnhalle auf die Straße gestürzt war. Dabei hatte er gleich eine Straßenlaterne mitgenommen. Die Feuerwehr zersägte auch diesen Baum, räumte ihn beiseite und sicherte die umgestürzte Laterne. An diesem Einsatz waren 12 Personen mit dem Löschfahrzeug und dem Rüstwagen beteiligt.

Die Straße zwischen Bilm und Wassel war komplett dicht bis die Feuerwerh den Baum geräumt hatte - Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde

Die Straße zwischen Bilm und Wassel war komplett dicht bis die Feuerwerh den Baum geräumt hatte – Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde

Gegen 22.20 Uhr ging es das nächste Mal in den Einsatz. In der Wiesenstraße war durch den Sturm eine Funkantenne abgeknickt worden und hing nur noch an den Kabeln in Höhe des ersten Stockwerkes. Aus dem Drehleiterkorb wurden die Kabel abgeschnitten und die Antenne zur Erde heruntergelassen. Auch hier waren wieder zwölf Feuerwehrleute mit der Drehleiter und dem Löschfahrzeug im Einsatz.

In Wirringen war unterdessen ein kleinerer Baum auf eine Telefonfreileitung gefallen und drohte, diese zu zerreißen. Hier war die Ortsfeuerwehr Müllingen/Wirringen mit Hilfe von Leiterteilen und sogenannten Einreißhaken zur Stelle und konnte die Telefonleitung zerstörungsfrei vom Baum befreien. Dabei waren zwei Fahrzeuge mit ihren Besatzungen im Einsatz.

Am Morgen fiel dann gegen 7.30 Uhr ein Ast auf die besagte Stromleitung in der Wirringer Straße. Die Feuerwehren beseitigten außerdem noch einen Baum, der die Straße zwischen Bilm und Wassel komplett versperrte.

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