Sehnder Bürgermeister ruft nach Brandanschlag zur Besonnenheit auf

2. November 2015 @

„Wir verurteilen den Brandanschlag auf das von Asylbewerbern bewohnte Haus in Haimar auf das Schärfste“, so bezieht der Sehnder Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke Stellung nach dem Anschlag auf das Haus der Asylbewerber in Haimar. „Bisher konnte Sehnde stolz sein auf das gute Gelingen der dezentralen Unterbringung und das großartige ehrenamtliches Engagement in allen Ortsteilen. Mit der abscheulichen Tat eines Einzelnen soll diese Arbeit nicht zerstört werden.“

Lehrke ruft zur Fortsetzung des Miteinanders auf - Foto: JPH

Lehrke ruft zur Fortsetzung des Miteinanders auf – Foto: JPH

Natürlich gab es auch immer wieder kritische und besorgte Fragen zur Asylthematik, aber nie bezüglich der Unterbringung und Versorgung vor Ort, sondern eher die Flüchtlingsdebatte allgemein betreffend. Im ehrenamtlichen Netzwerk für Asylsuchende in Sehnde, kurz ENAS, engagieren sich zurzeit rund 65 Sehnderinnen und Sehnder. Sie betreuen die 191 Asylsuchenden in Alltagsfragen, mit Sprachunterricht und diversen Freizeit- und Integrationsangeboten.

„Die Stimmung in Sehnde ist und war bisher so gut – lassen Sie uns weiterhin daran arbeiten und dafür einstehen, dass Menschen die auf der Flucht sind, sich hier aufgenommen fühlen und wertgeschätzt werden“, so Lehrke zur Situation in Sehnde.

Der vom Anschlag betroffenen dreiköpfigen Familie geht es den Umständen entsprechend gut. Gemeinsam mit beherzt helfenden Passanten konnten sie das beginnende Feuer noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr löschen. Die Familie wird von den sozialen Diensten der Stadt Sehnde betreut und möchte bislang nicht aus der betroffenen Wohnung ausziehen. Die Wohnung ist brandschadenfrei und dementsprechend weiterhin bewohnbar.

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