Sehnde geht erneut auf Zeitreise

5. Juni 2015 @

Mit der neunten Ausgabe der Sehnder Zeitreise geht es dieses Mal in die jüngere Geschichte zurück, die sich mit der Zeit der Stadtentwicklung von der „Gründung“ 1974 bis 2014 befasst. Damit haben die acht Autoren ihr bislang umfangreichstes Werk vorgelegt, dass 142 Seiten umfasst. Die Auflage von 750 Exemplaren wurde erneut durch die Stadt finanziert und liegt für die Bürger sowohl im Rathaus und im Stadtarchiv aus und ist zudem über die Homepage der Stadt als PDF-Datei abrufbar.

Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke mit den Autoren Jürgen Wattenberg, Dieter Knauth und Werner Heindorf (hi.v.li.) sowie Manfred Rosengarten, Otto Lesemann, Dietrich Vollbrecht und Wolfgang Struß (vo.v.li.) – Foto: JPH

Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke mit den Autoren Jürgen Wattenberg, Dieter Knauth und Werner Heindorf (hi.v.li.) sowie Manfred Rosengarten, Otto Lesemann, Dietrich Vollbrecht und Wolfgang Struß (vo.v.li.) – Foto: JPH

Wieder geht die Stadt Sehnde mit Hilfe des Autorenteams Werner Heindorf, Peter Jungclaus, Dieter Knauth, Otto Lesemann, Manfred Rosengarten, Wolfgang Struß, Dietrich Vollbrecht und Jürgen Wattenberg auf eine Zeitreise zurück in die eigene Vergangenheit. Doch dieses Mal sind es „lediglich“ 41 Jahre, die es zu überwinden galt. Im Jahr 1974 fand die Verwaltungs- und Gebietsreform statt, die aus ehemals 15 selbständigen Ortschaften eine eigenständige Gemeinde mit dem Namen „Sehnde“ machte. Die kamen damals auch noch aus drei sogenannten Gebietskörperschaften, nämlich Burgdorf, Hildesheim und Hannover. Im Jahre 1997 erhielt diese neue Gemeinde „Sehnde“ dann aus der Hand von Ministerpräsident Gerhard Schröder die Stadtrechte.

Vieles sollte damals geschaffen werden, beispielweise die Erstellung eines Freibades für die Gemeinden Sehnde-Ost in Haimar, den Bau eines Radweges zwischen Ilten und Lehrte sowie die Erstellung eines Sportplatzes in Müllingen. Vieles ist geschehen, nicht alles wurde umgesetzt. Zahlreiche Beispiele listen die Autoren mit Akribie auf. Sie beantworten am Ende auch die Frage, ob es sich gelohnt habe, die Vereinigung und Stadtgründung vorzunehmen – und was sich dadurch entwickelt hat. „Mit diesem fast 150-seitigem Werk sind wir aber an die Grenzen des Machbaren gestoßen“, sagt Jürgen Wattenberg. „Fast ein Jahr haben wir geschrieben. Das ergab sich aus dem Fund immer neuer Fakten.“ Die acht Autoren haben dabei immer wieder Überraschendes entdeckt und viel Vergessenes wiedergefunden, so merkt Wolfgang Struß an und Dietrich Vollbrecht ergänzt: „Zeitzeugen erinnern sich subjektiv, aber hier ging es um Fakten und Akten schreiben Fakten – ohne etwas zu verändern.“

Überraschend war beispielsweise, dass bereits 1973 Sehnde als Standort für ein Gymnasium ausgesucht worden war, dass aber diese Übereinkunft einfach „verloren ging“. Und so kam es erst 20 Jahre später zur Einrichtung des Gymnasialzweiges an der KGS. Auch Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke, der das Vorwort geschrieben hat, gab bei der Übergabe zu, dass er zwar seit 1984 in der Lokalpolitik sei, aber auch neue „erhellende Vorgänge“ erfuhr. „Mit dieser neuen ‚Zeitreise‘ haben die Autoren ein rundes Werk zur Geschichte von Sehnde nach der Reform vorgelegt. Vielen Dank im Namen der Stadt.“

Das Autorenteam, das dringend jüngere Mitautoren sucht, wird sich nach einer Pause im September wieder zusammensetzen und sich dann mit der „Kultur in Sehnde“ befassen. Der Zeitsprung für die Zeitreise 10 ist in der Sehnder Zeitmaschine also bereits „voreingestellt“.

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