Schulbeginn in der KGS mit Handwerkern

3. September 2015 @

Heute beginnt nach den Sommerferien 2015 wieder die Schule für alle Schüler der Klassen 2 bis 13 in Niedersachsen. So startet auch der Unterricht wieder an der KGS, die schon vor den Ferien eine Baustelle war. Nun sind dort Container aufgestellt, die den Raumbedarf von 14 Klassenräumen decken – nicht nur, bis die Arbeiten im Brandbereich abgeschlossen sind. So bleiben auch jetzt die Handwerker im Gebäude Dauergäste bis 2016.

Von den Planungen fürs neue Schuljahr überzeugten sich Elisabeth Schärling, Daniela Rössing, Carsten Milde, Hartmut Völksen, Oliver Kühn, Carl Jürgen Lehrke und - Foto: JPH

Von den Planungen fürs neue Schuljahr überzeugten sich Elisabeth Schärling, Daniela Rössing, Carsten Milde, Hartmut Völksen, Oliver Kühn, Carl Jürgen Lehrke und Eberhard Rösner (v.li.) – Foto: JPH

So sind neben der Bereitstellung von 14 Klassenräumen auch die Brandschäden vom 5. März zu beseitigen, die Sanitäranlagen zu sanieren und das neue Brandschutzkonzept für die Schule umzusetzen. Während in den Ferien die Container aufgebaut und an die Elektrik des Gebäudes angeschlossen wurden, wird die Umsetzung des Brandschutzes noch länger dauern. Eberhard Rösner, zuständig für die Bauausführung bei der Stadtverwaltung, erklärt die bislang umgesetzten Anteile: „Wir haben die Decken in der Schulstraße geöffnet, rund 10 000 Meter Kabel verlegt und neben den Rauchmeldern an der Decke und in den Zwischenräumen auch eine Beschallungsanlage eingebaut. Die geht nun in den Teilbetrieb und wird abschnittsweise bis Ende 2017 fertiggestellt. Diese Maßnahme war bereits vor dem Brand im März geplant.“ Zudem wurden im ersten Schritt sieben neue Rauchabschnittstüren eingebaut und Brandschutztüren. Die Dauer der Umsetzung ist durch die Arbeitszeit bedingt. Baumaßnahmen dieser Art können nur in den Ferien erfolgen, da sie mit viel Lärm und Schmutz verbunden sind. Erneuert werden in den Herbstferien auch die gelben Türen an der Schulstraße, die eigentlich für die zurückliegende Zeit vorgesehen waren. „Beim Hersteller gab es leider Lieferprobleme“, erklärt Rösner. „Nun ist der Einbau der 35 Türen für den Herbst geplant.“ Die Stadt Sehnde, und damit der Steuerzahler, hat für den Brandschutz modernster Art im Haushalt 1,9 Millionen Euro vorgesehen.

Auch die Schulküche ist umgebaut worden - Foto: JPH

Auch die Schulküche ist umgebaut worden – Foto: JPH

Die Containeraufstellung dagegen ist eine direkte Folge des Brandes. Insgesamt sind 39 Container aufgestellt, 30 im Innenhof, neuen in der ehemaligen Fahrradanlage. Zudem sind in der Turnhalle Feldstraße zwei Klassenräume vorgesehen. Für die 30 Container, in die die 10. Klassen kommen, ist eine massive Betonplatte gegossen worden, die auf Dauer bleiben soll, während die Metallboxen dort nur für zwei Jahre bleiben. „Die fünften und sechsten Klassen gehen in den E-Trakt“, erläutert Direktor Carsten Milde die Raumplanung. „Die Oberstufe mit ihrem Kurssystem wird in die Turnhalle und die zwei Container am Fahrradstand gehen. Zudem ist die Schulküche mit Vorbereitungsraum in Unterrichträume umgebaut worden.“ Damit sind acht Klassen in Containern und sechs in Behelfsräumen für das beginnende Schuljahr untergebracht. Unabhängig davon muss allerdings geplant werden, wie die KGS weiter ausgebaut wird, denn mit dem neuen Schuljahr startet nach Beschluss der Landesregierung wieder die Schulausbildung nach dem G 9-Prinzip – und das mit den Klassen 5 dieses Jahr.

Im Brandbereich wird bsi 2016 noch gearbeitet werden - Foto: JPH

Im Brandbereich wird bis 2016 noch gearbeitet werden – Foto: JPH

Zugleich mit den Containerarbeiten wurde der Geländeumbau im hinteren Geländebereich der KGS begonnen mit dem Ziel, später eine Feuerwehrzufahrt am Wall an B 65 zu bekommen. Die Brandstelle soll Ende 2016 erneuert sein. Dort sind die asbestummantelten Stahlträger saniert worden und haben einen feuerhemmenden Schaumschutz bekommen. „Der sorgt dafür, dass die Stahlstruktur nicht durch die Hitze eines Brandes zusammenbricht“, erklärt Rösner. „Im Brandfall schäumt er auf und schirmt den Stahl ab.“ Ein Problem, dass übrigens auch vom World Trade Center bekannt ist. In dem Brandbereich sind zudem alle Gipskartonwände zu sanieren und die decken mussten raus – Löschwasser- und Rauchgasschäden. Die Decke ist neu und feuerhemmend. Einige Probleme haben sich erst während der Renovierung gezeigt. So war der Estrich neu zu verlegen, da die Stahlarmierung als „Pfusch am Bau“ aus dem Boden schauten. Zugleich wurden die Bereiche energetisch modernisiert und benötigen weniger Heizkapazität im Winter. „Was den Brandbereich betrifft, sind wir im Zeitplan, Pufferzeiten sind vorhanden“, so Rösner. Insgesamt sind für diesen Bereich rund 2,3 Millionen Euro aufzuwenden, wovon rund 1,1 Millionen von der Versicherung getragen werden.

In der Schulstraße sind noch viele Kabel anzuschließen für die neuen Anlagen - Foto: JPH

In der Schulstraße sind noch viele Kabel für die neuen Anlagen anzuschließen – Foto: JPH

Ob die Fahrradanlage später noch einmal zentral aufgebaut wird, ist noch nicht entschieden. „Es kann auch sein, dass wir die Fahrräder auf dem Gelände später dezentralisiert abstellen lassen“, sagt Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke bei dem Ortstermin. „Aber da gibt es noch keine Planung.“ Nur einer wird dieses Jahr noch außerhalb der KGS untergebracht sein, sagt Milde: „Der Orchesterunterricht findet jetzt im TVE Heim statt, denn der Raum in der Turnhalle ist nun Klassenraum.“

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