Räder für Flüchtlinge: ENAS Fahrradwerkstatt zieht um

8. Oktober 2015 @

Die Fahrradwerkstatt des ehrenamtlichen Netzwerkes für Asylsuchende in Sehnde (ENAS) zieht aus der Fahrradwerkstatt in Köthenwald nun in das Gebäude des Bundessortenamtes. Die neue Adresse lautet dann Hauptstraße 3 in Rethmar. Dort können Fahrräder aller Art für Jung und Alt zur Aufbereitung und Weiterverwendung durch die Sehnder Asylbewerber abgegeben werden.

Für große und kleine Räder wird die Werkstatt in Rethmar Annahmepunkt - Foto: JPH

Für große und kleine Räder wird die Werkstatt in Rethmar Annahmepunkt – Foto: JPH

In Rethmar kümmern sich von heute an die ehrenamtlichen Helfer Jürgen Knorn, Sven Lurz, Karl-Heinz Reinsch und Georg Mader nun um die Annahme von Fahrradspenden und die Aufbereitung der Drahtesel. Die Fahrradwerkstatt des Klinikums Wahrendorff steht mit Günter Pöser und seinen Kollegen dem ENAS Team weiterhin helfend zur Seite, beispielsweise für Transporte, Ersatzteilbeschaffung und Support.

Seit August wurden in der Fahrradwerkstatt in Köthenwald insgesamt 80 Fahrräder gesammelt, repariert und verteilt. Unter den Spenden waren Kinder-, Damen- und Herren-Räder, aber auch Fahrradanhänger und Zubehör wie Fahrradhelme, die dankbare Abnehmer fanden. Günter Pöser ist davon überzeugt, auf dem richtigen Weg zu sein: „Sie müssten die leuchtenden Kinderaugen sehen, wenn wir ein Kinderrad überreichen.“

Der Umzug der Fahrradwerkstatt wurde nun möglich, da die entsprechenden Räumlichkeiten im ehemaligen Bundessortenamt genutzt werden können. Die Fahrradwerkstatt in Köthenwald, die als Betrieb alle Dienstleistungen rund um das Fahrrad anbietet, ist bei dem Angebot der Betreuung und Anleitung von Flüchtlingen voll ausgelastet gewesen. Nun übernehmen die ehrenamtlichen Helfer die Werkstatt direkt in der Flüchtlingsunterkunft in Rethmar. Dort können sie auch bei kleinen Pannen direkt den neuen Besitzern der Räder vor Ort helfen.

Fahrräder sind nicht nur das Hauptfortbewegungsmittel der Asylsuchenden, sondern bieten auch die Möglichkeit der Beschäftigung. Es geht nicht um die Übergabe eines gebrauchsfertigen Fahrrades, sondern um die gemeinsame Arbeit. Hier stehen nun die ehrenamtlichen Helfer den Flüchtlingen mit Rat und Tat zur Seite. Diese können sich über die Arbeit einbringen und ihren Mitbewohnern helfen.

Heute in der Zeit von 17 bis 19 Uhr werden in Rethmar zum ersten Mal Fahrradspenden entgegengenommen. Dann werden auch gleich 60 Räder aller Art, vom Kinder-Quad bis Rennrad, vom DGB Ortskartell Sehnde „anrollen“. Die waren zuvor in der Werkzeugsammlung auf dem Bauhof angekommen am Dienstag und Mittwoch. Zukünftig werden Räder in Rethmar immer donnerstags direkt an der Werkstatt angenommen.

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