Polizei legt Statistiken 2014 für Sehnde vor

19. Mai 2015 @

Das Polizeikommissariat Lehrte hat jetzt die Kriminal- und Verkehrsstatistik für Sehnde vorgelegt. Dabei sind die Verkehrsdelikte gemeinsam für Lehrte und Sehnde erfasst, die Kriminaldelikte gesondert ausgewertet (siehe gesonderten SN Bericht). Danach sind die Unfälle in der Stadt nahezu gleich geblieben, die Kriminaldelikte leicht angestiegen. Die genauen Zahlen erläuterten Kriminalhauptkommissar Ralf Oltmanns und Polizeihauptkommissar Christian Bomert.

Polizeihauptkommissar Christian Bomert,  Leiter Einsatz- und Streifendienst, präsentierte die Verkehrsstatistik 2014 - Foto: JPH

Polizeihauptkommissar Christian Bomert, Leiter Einsatz- und Streifendienst, präsentierte die Verkehrsstatistik 2014 – Foto: JPH

Die Verkehrsunfallzahlen im Bereich des Polizeikommissariats Lehrte sind im Vergleich zum Vorjahr um 50 Fälle angestiegen. Gab es 2013 noch insgesamt 1342 Unfälle, registrierte die Polizei für 2014 nun 1392. Die leichte Erhöhung um 3,7 Prozent beinhaltet nicht die meisten der Unfälle auf der A 2, denn dafür ist die Autobahnpolizei in Garbsen zuständig. „Im Vergleich zu 2013 ist das Niveau in Sehnde mit 353 Unfällen nahezu gleichbleibend“, trägt Polizeihauptkommissar Christian Bomert, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes, vor. Damit ist die Erhöhung im wesentlichen auf die Zunahme in Lehrte zurückzuführen.

Sind aber Sehndes Autofahrer deswegen besser oder disziplinierter? Diese Frage kann Bomert nicht beantworten, denn alle Unfallzahlen aus den Berichten 2014 sind gemeinsam mit Lehrte ausgewertet. Und so stehen 2014 1174 Unfälle mit Sachschäden und 218 mit Personenschäden in der Statistik. Bei den Personenschäden handelt es sich um 176 Leichtverletzte (-3,8 Prozent), 38 Schwerverletzte (+65 Prozent) und vier Getötete (+33 Prozent), wovon einer auf Sehnde entfällt. Als schwerverletzt gilt nach der Definition der Polizei ein Verkehrsteilnehmer, wenn er länger als 24 Stunden stationär behandelt wird.

„Es ergeben sich bei der Altersstruktur keine Auffälligkeiten hinsichtlich der Kategorien Kind, Jugendliche, Erwachsene bis 24 Jahre und Senioren“, stellt Bomert fest. Allerdings ist eine andere Zahl nach wie vor unerfreulich. Die Anzahl der Unfallfluchten nach einem Verkehrsunfall liegt bei 365, davon 20 mit Personenschäden. Doch auch hier konnte die Polizei nachziehen und die Aufklärungsquote steigern. So werden jetzt bereits rund 42 Prozent der Taten ohne Personenschaden und 75 Prozent derjenigen mit aufgeklärt. „Die Handys führen auch für uns dabei zu einer Unterstützung“, so Bomert. „Die Menschen machen schnell ein Foto vom Täter oder seinem Auto und rufen uns dann direkt vom Unfallort an.“

Die aktuelle Unfallstatistik des Jahres 2014 mit den absoluten Zahlen - Quelle: Polizei Lehrte

Die aktuelle Unfallstatistik des Jahres 2014 mit den absoluten Zahlen – Quelle: Polizei Lehrte

Die Wildunfälle sind zunehmend zurückgegangen, ein Trend, der sich auch 2014 fortsetzt. So wurden 2013 noch 183, 2014 nur noch 169 Wildunfälle registriert. „Dabei ist die Dunkelziffer aber immer sicher höher“, so Bomert. Leider aber sind die generellen Unfallursachen immer noch dieselben: Zu geringer Abstand (126 Fälle), Vorfahrtsmissachtung (86), zu schnelles Fahren (82), Abbiegeverstöße (38) und Alkohol und Drogen (32). Natürlich gibt es dabei auch Kombinationen aus mehreren Ursachen.

Als Unfallschwerpunkte identifizierten die Beamten mit der Unfallkommission 2014 sogar weniger als 2013. So sind drei ehemalige Schwerpunkte weggefallen und vier in Lehrte und einer in Sehnde geblieben. In Lehrte sind nach wie vor die Bereiche Berliner Allee/Ecke Marktstraße, die Auffahrt B65 auf die L 385 und die B 443 Burgdorfer Straße/ Ecke Ulmenallee sowie die Kreuzung K122 mit der L 385 in Ahlten zu nennen. Für Sehnde ist noch die B 65 mit dem Fußgängerüberweg in Köthenwald registriert. Unfallschwerpunkte müssen mindestens fünf Unfälle in fünf Jahren mit Personenschaden aufweisen. Aus Sehnde wurden die K 147 mit der Kurve am Müllinger Tivoli im Bokmerholz und die Kreuzung Lehrter Straße/Peiner Straße/Iltener Straße/Nordstraße in der Kernstadt gestrichen.

Aus den vorgelegten Zahlen resultierten 2014 125 Verkehrsstraftaten, 646 Verkehrsordnungswidrigkeiten und 1861 Verwarnungen. Auch 2015 wird das Kommissariat Lehrte weiterhin intensive Verkehrsüberwachung betreiben, versichert Bomert, „mit den Schwerpunkten auf den genannten Unfallursachen.“

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