Ortsrat Sehnde entscheidet Spielplatzkonzept

17. April 2015 @

Der Ortsrat Sehnde hat in seiner letzten Sitzung in Klein Lobke das Spielplatzkonzept für den Sehnde, Gretenberg und Klein Lobke diskutiert. Dazu trugen zunächst Monika Sprengel, Sachbereichsleiterin der Stadt Sehnde, und Jutta Ruppel, zuständig für Spielplätze bei der Stadt, zum derzeitigen Sachstand vor. Nach der Bewertung schlugen sie dem Ortsrat vor, welche sechs Spielplätze in den nächsten Jahren aufgegeben werden sollten. Dabei stimmte der Ortsrat den Vorschlägen der Verwaltung zu.

Die mieseste Note bekam der spielplatz Maschwiese mit einem verkrauteten Sandkasten - Foto: JPH

Die mieseste Note bekam der spielplatz Maschwiese mit einem verkrauteten Sandkasten – Foto: JPH

Insgesamt verfügt die Stadt Sehnde über 52 Spielplätze mit rund 48 000 Quadratmetern Spielfläche, wovon 18 Plätze in Sehnde liegen. Diese sind teilweise zu einem Zeitpunkt eingerichtet worden, als dort junge Familien mit Kindern wohnten, die jetzt jedoch auf Grund der Zeit den Platz nicht mehr nutzen. Dafür könnten, so Sprengel, an anderer Stelle die Plätze besser gepflegt und unterhalten werden.

In einer vorbereitenden Betrachtung hatte die Stadtverwaltung diese 18 Plätze nach einer dem Ortsrat vorgetragenen Bewertungsliste eingestuft und Punkte vergeben. So sind beispielsweise das Alter der Spielgeräte, die Größe und Ausstattung des Platzes darin eingeflossen. Neben dieser dann entstandenen Tabelle wurde außerdem betrachtet, wie sich die Einzugsbereiche der Plätze überschneiden, indem man um den Platz einen „Einzugskreis“ mit einem Radius von 400 Metern gezogen hat. Weiter sollte kein Spielplatz von den Wohnbereichen entfernt liegen.

Aus der sich daraus ermittelten Nutzungsbewertung ergab sich für Sehnde dann eine Platzreihenfolge. Der beste Platz in Sehnde mit 11 Punkten ist danach der an der Friedrich-Ebert-Straße, der schlechteste der am Heidering mit 3,0 Punkten. Die Plätze mit den schlechtesten Werten wurden schließlich dem Ortsrat zur Schließung vorgeschlagen: Für Sehnde sind dies die Plätze „Maschwiese“, „Heidering“, „Albert-Schweitzer-Straße“, „Röntgenweg“, „Hermann-Löns-Weg“ und „Marienburger Straße“. Die Plätze sollen nach Vorschlag der Verwaltung in verschiedenen Jahren aus der Nutzung genommen werden. Die ersten drei bereits 2015, der Röntgenweg dann 2016/2017, der Hermann-Löns-Weg 2018/2019 und der letzte 2019/2020.

Der Spielplatz Albert-Schweitzer-Straße wird auch dieses Jahr aufgegeben - Foto: JPH

Der Spielplatz Albert-Schweitzer-Straße wird auch dieses Jahr aufgegeben – Foto: JPH

Damit würde sich die Spielplatzfläche in Sehnde von jetzt 23 880 Quadratmetern bis 2020 dann auf 19 082 Quadratmeter reduzieren. In der folgenden Diskussion im Ortsrat entwickelte sich der Vorschlag, den Spielplatz am Röntgenweg wegen mangelnder Nutzung ebenfalls bereits 2015 dicht zu machen. Dem Vorschlag entsprach der Ortsrat und so werden 2015 nunmehr vier Plätze abgebaut. Deren Geräte allerdings, so die Ratsmitglieder, sollten möglichst instandgesetzt werden und andere Plätze verbessern. Denn jedes Jahr stehen nur 30 000 Euro für Neuanschaffungen in Sehnde zur Verfügung.

Auch über die Nachnutzung des Geländes sprach der Ortsrat. Danach soll die Fläche am Albert-Schweitzer-Weg mit 701 Quadratmetern dazu genutzt werden, die Aufstellfläche an der Bushaltestelle zu verbessern. An der Maschwiese wiederum besteht beispielsweise Interesse an der Fläche von 1236 Quadratmetern durch die Anlieger, so dass die Stadt den Bereich verkaufen könnte.

Zudem meldete teilte die Verwaltung abschließend mit, dass ein weiteres Trimmgeräten für den Platz am Kanal demnächst eingebaut würde.

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