Ortsrat Höver diskutiert Spielplatzkonzept

17. April 2015 @

Der Ortsrat Höver hat in seiner letzten Sitzung über das Spielplatzkonzept für den Ort diskutiert. Dazu trugen zunächst Monika Sprengel, Sachbereichsleiterin der Stadt Sehnde, und Jutta Ruppel, zuständig für Spielplätze bei der Stadt, zum derzeitigen Sachstand vor. Nach der Bewertung schlugen sie dem Ortsrat vor, welche Spielplätze in den nächsten Jahren aufgegeben werden sollten. Dabei einigte man sich auf die Zahl, wählte jedoch überraschend einen anderen Platz zur Schließung aus.

Insgesamt verfügt die Stadt Sehnde über 52 Spielplätze mit rund 48 000 Quadratmetern Spielfläche, wovon fünf Plätze in Höver liegen. Diese sind teilweise zu einem Zeitpunkt eingerichtet worden, als dort junge Familien mit Kindern wohnten, die jetzt jedoch auf Grund der Zeit den Platz nicht mehr nutzen. Dafür könnten, so Sprengel, an anderer Stelle die Plätze besser gepflegt und unterhalten werden.

Spielplätze neu festgelegt - Foto: JPH

Spielplätze neu festgelegt – Foto: JPH

Die für Höver betrachteten Spielplätze liegen „Am Schulhof“, an der „Bürgermeister-Köhler-Straße“, „Im Stiegfeld“, im „Güldenbuschweg“ und am „Emil-Schwabe-Weg“. Diese fünf Plätze hat die Stadtverwaltung nach einer dem Ortsrat vorgetragenen Bewertungsliste betrachtet und Punkte vergeben. So sind beispielsweise das Alter der Spielgeräte, die Größe und Ausstattung des Platzes darin eingeflossen. Neben dieser dann entstandenen Tabelle wurde außerdem betrachtet, wie sich die Einzugsbereiche der Plätze überschneiden, indem man um den Platz einen „Einzugskreis“ mit einem Radius von 400 Metern gezogen hat. Weiter sollte kein Spielplatz von den Wohnbereichen entfernt liegen.

Aus der sich daraus ermittelten Nutzungsbewertung ergab sich für Höver dann eine Platzreihenfolge. Die Plätze mit den schlechtesten Werten wurden schließlich dem Ortsrat zur Schließung vorgeschlagen: Für Höver sind dies der Platz „Am Schulhof“ und der Platz an der „Bürgermeister-Köhler-Straße“. Nach den Ermittlungen der Stadtverwaltung ist der Platz am Schulhof ein „Durchlaufspielplatz mit geringer Aufenthaltsqualität“, so deren Angabe. Der zweite Platz hat lediglich zwei Spielgeräte aus dem Jahr 1974, die ohnehin entfernt werden müssen. Der Platz als solcher sollte aber als „Bolzplatz“ bleiben, jedoch nur mit pflegeleichter Rasenfläche.

In der folgenden Diskussion im Ortsrat entwickelte sich die Frage der Aufgabe bezüglich des Platzes „Am Schulhof“ jedoch gegenläufig. Nach Auffassung des Ortsrates wird dieser Platz gerne genutzt, vor allem als Ort der Kommunikation der Eltern, während die Kinder spielen. Deshalb beschloss der Ortsrat statt der Auflösung eine „Aufwertung“ für diesen Platz. An seiner Stelle soll der Spielplatz „Im Stiegfeld“ geschlossen werden, da dieser nach Kenntnis des Ortsrates lediglich ein- oder zweimal im Monat genutzt wird. Mit der Lösung für den Platz „BM Köhler-Straße“ war der Ortsrat einverstanden.

Kontrovers wurde dann noch über den Spielplatz „Güldenbuschweg“ diskutiert, der nach der Sperrung zur Säuberung vom Hunde- und Katzenkot wieder geöffnet ist – aber nach Kenntnis des Ortsrates kaum noch angenommen wird. Dort sollen sich nach wie vor mehrere Katzen niederlassen. Hierüber wird zu einem späteren Zeitpunkt erneut gesprochen werden müssen.

Zudem meldete der Ortsrat Höver seinen Bedarf an Trimmgeräten für Senioren für 2016 an, wobei die Stadtverwaltung mit dem für das Haushaltsjahr 2016 vorgesehenen Geld zunächst in Ilten Geräte aufstellen will. Höver könne erst im Folgejahr bedient werden – wenn dann auf Grund der sich abzeichnenden Haushaltslage noch Geld dafür verfügbar gemacht werden kann.

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