Ortsfeuerwehr Sehnde jetzt mit neuer Führung

30. April 2015 @

Es ist (fast) der 1. Mai – und damit Zeit für den Wachwechsel. Mit Eintritt in den neuen Tag erfolgt in Sehnde bei der Ortfeuerwehr der Wechsel vom dann ehemaligen Ortsbrandmeister Jürgen Dauter zum neuen Führungsteam Ortsbrandmeister Sven Grabbe und seinem Stellvertreter Fabian Lehrke. Beide waren am 24. Februar zum neuen Ortskommando gewählt worden. Um genau 24 Uhr übernehmen sie heute die Verantwortung für die Kernstadt für die Amtsdauer von sechs Jahren.

Sven Grabbe, geboren 1966 in Hannover, aber waschechter Sehnder, wie er betont, ist bereits mit zehn Jahren zur Jugendfeuerwehr gekommen. Damals gab es keine Kinderfeuerwehr und dieses Alter war die früheste Eintrittsmöglichkeit. „Damals waren Reiner Haase, Klaus und Hannelore Szyma für die Jugendfeuerwehr zuständig“, erinnert er sich. „Und das war eine tolle Atmosphäre.“ Die muss so prima gewesen sein, dass er dann mit 16 in die aktive Wehr übertrat und nun seit rund 39 Jahren für die Feuerwehr da ist.

Die neue Feuerwehrführung in Sehnde mit Sven Grabbe (li.) und Fabian Lehrke vor der neuen Aufgabe "Einsatzleitung" - Foto: JPH

Die neue Feuerwehrführung in Sehnde mit Sven Grabbe (li.) und Fabian Lehrke vor der neuen Aufgabe „Einsatzleitung“ – Foto: JPH

Er absolvierte die Ausbildungen zum Trupp-, Gruppen- und Zugführer und besuchte verschiedenste technische Lehrgänge. Über ein Jahrzehnt war er bereits im Kommando tätig als Kassenwart. Diese Aufgabe übergab er 2013 in andere Hände,  als er zum stellvertretenden Ortsbrandmeister gewählt wurde. Als dann Jürgen Dauter überraschend zurücktrat, wählte die Ortswehr ihn als Nachfolger. Neben der Ernennung zum Ortsbrandmeister beim Feuerwehrtag 2015 wurde er dort auch gleich zum Hauptbrandmeister befördert.

Grabbe ging nach der Schulausbildung in Sehnde für sechs Jahre zur Bundeswehr und führt nun den Pflegedienst Sehnde. Er hat also beste Führungserfahrungen für die neue Aufgabe. Dort sieht er seinen Schwerpunkt in der Nachwuchsförderung und dem Gewinnen von Personal, also auch von Quereinsteigern. Besonders im Bereich Ausbildung will er ansetzen, vor allem im Bereich Lehrgänge und Praxisbezug, damit die Misere mit den fehlenden Ausbildungsplätzen an der Feuerwehrschule möglichst effizient abgefangen wird. „Ich sehe der neuen Aufgabe mit Freude und Interesse entgegen – und freue mich auf die Zusammenarbeit mit allen Stellen“, so Grabbe vor seinem Antritt am 1. Mai.

Der neue Stellvertreter ist Fabian Lehrke, zuvor zwei Jahre Atemschutzgerätewart für das Ortskommando. Auch er wurde 24. Februar gewählt. Lehrke wurde 1984 ebenfalls in Hannover geboren, reklamiert aber auch für sich die Bezeichnung „Ur-Sehnder“. Mit zehn Jahren trat er in die Jugendfeuerwehr unter Leitung von Detlef Fach und Uwe Scheidler ein, nicht zuletzt, weil Vater und Großvater sich ebenfalls dort engagierten. Aber der (Ur-) Sehnder ging nach der Grundschule in Sehnde aufs Gymnasium nach Hildesheim, wo er 2005 sein Abitur machte. Nach zwei Lehrjahren auf einem landwirtschaftlichen Hof in Bad Oldesloe studierte er von 2007 bis 2012 Agrarwissenschaft in Göttingen und ist nun Landwirt im elterlichen Betrieb.

Jetzt sind Grabbe und Lehrke für die Feuerwehr Sehnden verantwortlich - Foto: JPH

Jetzt sind Grabbe und Lehrke für die Feuerwehr Sehnde verantwortlich – Foto: JPH

Auch er hat die Ausbildungen zum Truppmann und Gruppenführer durchlaufen sowie technische Lehrgänge. Jetzt steht für ihn der Zugführerlehrgang an – und solange ist er am Feuerwehrtag kommissarisch als stellvertretender Ortsbrandmeister ernannt worden. Er hat sich die Stärkung der Zusammenarbeit mit den umliegenden Feuerwehren als Aufgabe gesetzt. „Ich will die nachbarschaftliche Hilfe vertiefen und gemeinsame Einsatzverfahren fortentwickeln“, teilt er mit. „Ich erwarte eine spannende Aufgabe und möchte unsere Arbeit bekannter machen.“

Einen gemeinsamen Wunsch haben die beiden neuen Wehrführer aber auch an die Sehnder Bürger, für die sie die schwere Arbeit des Brandschutzes übernehmen: „Uns ist es wichtig, dass sich möglichst viele Bürger für unsere Arbeit engagieren. Sei es als Aktive in der Wehr oder als Fördermitglied im Förderverein. Und wir hoffen natürlich, dass alle Kameraden immer gesund von den Einsätzen zurückkommen.“ Und um dafür die besten Voraussetzungen zu schaffen, gibt es den Förderverein, der unsere Feuerwehr in vielem unterstützt.

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