Ölleck in der Keramischen Hütte

29. Juni 2015 @

Früher wurden dort Ziegel und anderes gefertigt, dann zogen mehrere Firmen in die Hallen ein, jetzt sollen dort nach Komplettabriß Wohnungen entstehen. Dazu wird das Geländer derzeit für die Übergabe an den Investor vorbereitet. Nun ist aus einem alten Tank auf dem Gelände Schweröl ausgetreten, das Leck ist dabei offensichtlich schon älter. Die Sanierung ist angelaufen, die zuständigen Behörden überwachen die Arbeiten.

Der Tank muss fachgerecht entsorgt werden und das Erdreich wird abgetragen - Foto: JPH

Der Tank muss fachgerecht entsorgt und das Erdreich abgetragen werden – Foto: JPH

In der letzten Sitzung des Fachbereichsausschusses Bürgerservice unterrichtete der zuständige Fachbereichsleiter Ralf Neumann die Ausschussmitglieder über ein Leck in einem alten Schweröltank auf dem Gelände der Keramischen Hütte. Dort war am Freitag, 5. Juni, der Austritt von Schweröl aus einem Leck an diesem Tank bekannt  und die zuständigen Behörden für Umwelt- und Gewässerschutz der Region alarmiert worden. Nach dem Bekanntwerden haben die Fachleute die Austrittsstelle und den Tank inspiziert, und der Besitzer des Geländes hat ihnen gegenüber zugesagt, die Kosten der Schadensbeseitigung zu übernehmen.

Als sofortiger Maßnahme, so Neumann, wurde zunächst ein Gutachten in Auftrag gegeben und eine Fachfirma beauftragt, das Schweröl, dessen Inhaltsstoffe unbekannt sind, abzupumpen und fachgerecht zu entsorgen. Danach soll der Tank zerlegt und ebenfalls abtransportiert werden. Die Fachfirma war zum Zeitpunkt der Ausschusssitzung bereits tätig und trug zunächst die oberflächlich lagernden Ölreste ab. Außerdem wurde der Tank regensicher gemacht. Da es sich um Schweröl handelt, ist für die Arbeit am und im Tank eine gewisse Umgebungstemperatur erforderlich, da das Material bei Kälte immer zähflüssiger und härter wird. Das ist andererseits aber auch ein Vorteil für die Umwelt am Tank gewesen. Unklar war zudem der Zeitraum, den das Schweröl dort schon herausläuft – und was alles erfolgen muss. Darüber sollte das Gutachten Aufschluss geben.

Das liegt nun der Regionsverwaltung, die zuständig für den Fall ist, wohl vor. Danach ist nach Regionsangaben das Öl inzwischen abgesaugt, der Tank leer und gereinigt. Jetzt allerdings muss das Erdreich abgetragen werden. „Rund 300 Quadratmeter werden im der ersten Ansatz entfernt“, so Regionssprecher Klaus Abelmann zu SN. Danach wird die Behörde gemeinsam mit dem Gutachter prüfen, wie tief man mit dem Aushub gehen muss. Denn das hängt von mehreren Faktoren und Messungen ab, da nicht bekannt ist, welche Menge Öls aus dem Leck vor seiner Entdeckung bereits entwichen ist. Grundwasserverunreinigungen jedenfalls soll es wegen der Konsistenz des Schweröls nicht gegeben haben.

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