Bürgerbeteiligung: Lärmdämmung an Eisenbahnstrecken

22. Juni 2015 @

Bürgerinnen und Bürger von Sehnde können jetzt beim Thema Schienengüterverkehr noch einfacher mitreden: Aktuell haben sie die Möglichkeit, sich über zwei Beteiligungsplattformen im Internet zu Wort zu melden, wenn sie sich zu den Streckenplanungen äußern wollen oder sich durch nächtlichen Eisenbahnlärm betroffen fühlen.

Die Zahl der Güterzüge durch Sehnde wird ganz sicher ansteigen - Foto: JPH

Die Zahl der Güterzüge durch Sehnde wird ganz sicher ansteigen – Foto: JPH

Derzeit wird vom Eisenbahn-Bundesamt (EBA) ein bundesweiter Lärmaktionsplan für die Haupteisenbahnstrecken erstellt. Es wird eine Öffentlichkeitsbeteiligung mit Hilfe einer online-basierten Betroffenheitsanalyse in zwei Phasen durchgeführt. Die erste Phase der
Öffentlichkeitsbeteiligung dauert noch bis zum 30. Juni 2015. Bis dahin können von Bahnlärm Betroffene dem EBA unter dem Link www.laermaktionsplanung-schiene.de mittels vorgegebener Fragen Informationen übermitteln, an welchen Orten und zu welchen Zeiten sie sich durch Schienenlärm belästigt fühlen.

Zur Bewältigung des stetig wachsenden Eisenbahngüterverkehrs werden derzeit im Zusammenhang mit der Y-Trasse zahlreiche Varianten über den Ausbau oder den Neubau von Schienengüterverkehrsstrecken in Norddeutschland diskutiert. Diese haben möglicherweise auch negative Auswirkungen auf die Städte Sehnde, Lehrte und Burgdorf. Unabhängig davon können nur so die Straßen langfristig entlastet und hohe Infrastrukturinvestitionen dafür vermieden werden. Also sind Kompromisse erforderlich.

Der Diskussionsprozess über einzelne Trassenvarianten wird vom „Dialogforum Schiene Nord“ begleitet, das zu Beginn des Jahres installiert wurde. Parallel besteht für alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, die Inhalte des Forums durch eigene Äußerungen mitzugestalten. Unter dem Link www.dialogforum-schiene-nord.de/buergerinformation-beteiligung können sie sich am „Dialogforum Schiene Nord“ beteiligen und ihre Ansichten zum Schienengüterverkehr mitteilen.

Die Stadt Sehnde empfiehlt den Bürgern, die sich durch Eisenbahnlärm gestört fühlen, diese Gelegenheit zur Stellungnahme wahrzunehmen.

Nach SN Informationen ist nicht geplant, die Bahnstrecke von Lehrte über Sehnde nach Hildesheim mit einer Lärmschutzeinrichtung aus dem Bundesprogramm zu versehen, da es sich um eine „Bestandsstrecke“ handelt. Trotzdem sollen darauf die Güterzüge aus der wiedereröffneten Kaligrube Giesen, von der Y-Trasse und vom Mega-Hub in Richtung Nord-Süd rauschen. Man sprach von rund 160 Güterzügen pro Tag und mehr in diesem Zusammenhang. Da ist es sicher für die Anlieger sinnvoll, sich dabei einzubringen und ihre Interessen geltend zu machen.

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