„Nordisch nett“ in der Mittelstraße

24. März 2017 @

Der Leerstand in der Sehnder Mittelstraße wir oft beklagt, ändert sich nicht und kostet viel Geld für Studien. Doch das muss nicht so sein, wie jetzt Nicola Hengst und Thorsten Kühne beweisen. Sie eröffnen am 1. April ein „Gemeinschaftsunternehmen“, bestehend aus Café und Continentale-Versicherungsagentur. Dabei sollen die Grenzen fießend sein und nicht trennen. Damit wäre die Mittelstraße um ein spannendes Angebot reicher – und sicher auch etwas attraktiver.

Nicola Hengst und Throsten Kühne hatten die Idee zu den neuartigen Kombination aus Café und Agentur – Foto: JPH

Thorsten Kühne hat vor einiger Zeit das Haus Mittelstraße 10 erworben, das zuvor die Bücherei Rampf und das Cappuvino beherbergt hatte. Derzeit geht der Umbau in die letzte Phase, die groben Innenstrukturen sind bereits erkennbar, und die Sanitäreinrichtungen sind komplett saniert. Zunächst, so Kühne, sollte dort „nur“ ein Vitax GmbH-Versicherungsbüro entstehen, das dritte, das Kühne mit seinem Partner Gero Dunker aus Peine betreibt. Doch dann lernten sich die beiden Familien, die in Ilten wohnen, kennen, und Nicola Hengst sprach über ihre Ideen eines „nordisch“ angehauchten Cafés. Kühne war überzeugt, vermietete die Hälfte an Hengst und freut sich jetzt auf die Zusammenarbeit zwischen Café und Agentur.

„Das Café wird für die Gäste ein dänisches Zusatzangebot bereithalten“, so Hengst zu dem Konzept. Sie war mit ihrer Familie oft in Dänemark und hat dort unter anderem das landestypische Softeis, die Rød Pølse und Hot Dogs schätzen gelernt. „Das möchte ich hier auch anbieten“, sagt sie. „Dazu natürlich auch das, was ein Café sonst zu bieten hat. Kaffee, selbstgebackenen Kuchen, Softdrinks, Schorlen, Fass- und Flaschenbier, leichte Drinks und selbstgemachte Smoothies. Dazu Frühstück bis 11 Uhr und eine Tagessuppe.“ Sie hatte zuvor schon in Hannover vergebens nach geeignetem Raum gesucht und kam so nach Sehnde. Hier stellte das Stadtmarketing dann den Kontakt zu Kühne her. „Und so entstand die Idee vom ‚offenen Versicherungsbüro‘ im Haus“, erklärt Kühne die Entwicklung.

Bald gibt es an der Mittelstraße auch wieder Kuchen – Foto: JPH/Archiv

Nun nimmt diese Idee die letzten Hürden. Das Café ist „nordisch-dänisch“ eingerichtet mit weißen Holzwänden, funktionalem Interieur und hat einen Durchbruch zum Nebenraum. Hier setzt sich die Innenraumgestaltung des Cafés zunächst fort, doch im hinteren Bereich des ehemaligen Buchgeschäftes entsteht das gläserne Versicherungsbüro. „Da kann man mir bei der Arbeit zuschauen, das Gespräch beim Kaffee oder Smoothie suchen oder einfach mal nachfragen“, so Kühne zu diesem neuartigen Konzept „Versicherung zum Anfassen.“ Während im Gastraum geklönt wird, kann aber im Versicherungs-Café-Teil auch gespielt werden. „Ich werde dort einen Billardtisch aufstellen, der genutzt werden kann solange das Café geöffnet ist“, sagt Kühne. „Und durch die Tür kann man hin und her wechseln.“ Zudem will er den Rasen hinterm Haus pflegen lassen und irgendwie einbeziehen. So wollen die beiden Betreiber ein Angebot für jedes Alter anbieten und hoffen dabei auch auf junges Publikum. „Wir sind für Ideen und Anregungen offen und auch die Stammkarte ist nicht in Stein gemeißelt“, sagt Hengst, die mit drei Angestellten den Betrieb aufnimmt. „Wir wollen uns auch nach den Kundenwünschen richten.“

Ab 1. April geht es „nordisch nett“ los in der Mittelstraße, täglich von 9 bis 18 Uhr – gleiche Öffnungszeiten für Agentur und Café. Jetzt liegt es wieder an den Sehndern, ihre Mittelstraße etwas mehr zu nutzen – und zu beleben.

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