Neues Ortswappen ist Ausdruck des höverschen Selbstbewusstseins

24. August 2016 @

SEHNDE-NEWS.DE. Ein neues Wappen haben die Bürger von Höver jetzt an ihrer Ortseinfahrt von Anderten kommend zur Begrüßung der Einwohner und Gäste aufgestellt. Am Freitag waren deshalb rund 65 Personen bei der Enthüllung der Tafel an die Hannoversche Straße gekommen, um bei dem Ereignis dabei zu sein. Mit dabei waren Ortsbürgermeister Ronald Siegismund, sein Vertreter Friedrich Ostermeyer, der Ahltener Pastor Henning Runne und Jutta Endres, die Künstlerin, sowie Eric Jantzen, Chef von Holcim Höver, die das Material gespendet hatte.

Elisabeth Schärling (li.) und Martina Perschke enthüllten das Wappen - Foto: JPH

Elisabeth Schärling (li.) und Martina Perschke enthüllten das Wappen – Foto: JPH

Lange hatte eine Initiative um Elisabeth Schärling für die Aufstellung des Wappens gekämpft, nun wurde es realisiert und schmückt den Ort. Rund drei Jahre dauerte die Arbeit für das in einem beleuchtenden Häuschen untergebrachte neue Ortswappen, dann waren alle erforderlichen Arbeiten erledigt und die Einweihungsfeier stand. So hob Ronald Siegismund in seiner Begrüßung die Aktion hervor, die über Parteigrenzen hinweg Unterstützung fand, und dankte auch den Finanziers für diese gemeinsame Leistung, die einmal mehr den Zusammenhalt im Ort zeigt. Pastor Runne lobte anschließend das Motto der Aktion: Höver soll bunter werden. „Das verbindet und gibt gleichzeitig eine Perspektive. So ist das Schild gleichzeitig Symbol und Zeichen für das Gemeinsame von Bürgern und Flüchtlingen, Zugezogenen und Gästen.“

Anschlißend wurde die neue Anlage von den Besuchern inspiziert - Foto: JPH

Anschließend wurde die neue Anlage von den Besuchern inspiziert – Foto: JPH

Elisabeth Schärling will mit dem Wappen ein Zeichen setzen und zum Ausdruck bringen, „Höver ist nicht hässlich“. Bei ihren Touren auf dem Bike habe sie viele Ortseingänge gesehen und sei dabei auf die Idee mit der Wappentafel gekommen, erzählt sie. 2013 habe sie daraufhin begonnen, Spenden zu sammeln und sich Gedanken um die Gestaltung zu machen. Schnell wurde die Form des „Fliesenmosaiks“ wieder verworfen und auch ein Ölgemälde kam nicht in Frage. 2015 hatte sie dann die Überlegung zur Airbrush-Technik, die ja auch bei Autos dauerhaft und beständig sei. Dann lernte sie die Künstlerin und Diplom-Airbrushdesignerin Jutta Endres kennen, die den Auftrag zur Gestaltung des Wappenschildes schließlich übernahm.

Auf dem Festplatz zeigte Schärling die Schnittmuster für das Airbrush-Design - Foto: JPH

Auf dem Festplatz zeigte Schärling die vielen Schnittmuster für das Airbrush-Design – Foto: JPH

Die berichtete über die vielen Arbeitsschritte, die bis zur Fertigstellung notwendig waren, damit die Enthüllung nun am Freitag erfolgen konnte. Davon sprach dann auch Schärling, denn überraschenderweise war es mit dem Aufbau des Wappenhäuschens nicht getan. „Rund ein Jahr gab es Schriftverkehr mit dem Besitzer des Streifens, der Region Hannover. Eine Baugenehmigung war erforderlich und die Bestätigung des Ortsrates, gegebenenfalls den Abbau zu übernehmen“, erzählte Schärling und verwies darauf, dass an der Baugenehmigung fast noch der Enthüllungstermin gescheiter wäre. Sie dankte in dem Zusammenhang Andreas Heinen, der als Bauingenieur diesen formalen Part übernommen und darin viel Arbeit investiert hatte.

Dann enthüllten Elisabeth Schärling und Martina Perschke gemeinsam die Tafel. „Das zeigt, dass wir gut zusammenarbeiten“, sagte Perschke dazu, denn sie vertritt die SPD, Schärling die CDU im Ortsrat. Unter dem Wappen ist zudem ein Platz für Ankündigungen von Veranstaltungen im Ort, so dass die Bürger direkt informiert werden bei der Einfahrt. Nachdem das Wappen enthüllt war, lud Schärling die Besucher noch zu einem Fest an der Kantine von Holcim ein – und auch hier war viel Besuch gekommen. Schließlich ist Höver bunt.

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