Neue Hortplätze in Sehnde eingeweiht

8. November 2017 @

Der Hort Kunterbunt in der Astrid-Lindgren-Schule hat nun eine Zweigstelle bekommen. Die liegt in der Breite Straße 38 und bietet derzeit 20 Kinder eine nachschulische Betreuung in der Zeit bis 16 Uhr nach dem Ende der Ganztagsschulen. Gestern nun wurde die Einrichtung unter der Leitung von Tanja Hausmann durch den Sehnder Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke in Anwesenheit zahlreicher Ratsmitglieder offiziell in Betrieb genommen. Mit Kaffee, Kakao und Kuchen wurde dann noch in den neuen Räumen ordentlich gefeiert.

Leiterin Tanja Hausmann (2.v.re.) und Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke (re.) durchschnitten symbolsich das „rote Band“ – Foto: JPH

Alle Kinder, viele Eltern und zahlreiche Vertreter der Stadt waren am Dienstagnachmittag in die Breite Straße gekommen, um der Eröffnung des neuen Hortes beizuwohnen. Der Hort, der als Zweigstelle des in der Astrid-Lindgren-Schule existierenden betrieben wird, ist für 32 Kinder ausgelegt. „So groß war der Bedarf, als der Stadtrat die Verwaltung beauftragt hatte, einen Hortplatz zu suchen“, sagte der Bürgermeister bei der Einweihung. Das nun „nur“ 16 Kinder die Möglichkeit nutzen, liegt daran, dass sich die Eltern der anderen Kinder offensichtlich anderweitig umgesehen haben. Doch dank dieser Einrichtung, so Lehrke, ist man nun in der Lage, auch kurzfristiger auf neuen Bedarf zu reagieren. Vier Plätz sind sofort, 12 weitere in relativ kurzer Zeit verfügbar.

Die Einrichtung ist untergebracht in einem Haus von Stadtratsmitglied Hartmut Völksen, nachdem der Stadtrat dieser Lösung zugestimmt hatte. Nach einer ersten Besichtigung und Zustimmung durch das niedersächsische Kultusministerium erfolgte der Umbau in relativ kurzer Zeit von nur drei Monaten. Allerdings, so schränkte Lehrke bei der Eröffnung ein, müsse man sich in einigen Bereichen noch behelfen, da die falschen Möbel in „Krippengröße“ geliefert wurden und die übrige Ausstattung noch in den nächsten Wochen komplettiert wird.

Die Einrichtung ist durch die Stadt zum 1. Oktober angemietet worden und ging am 16. Oktober in den Betrieb. Sie liegt „verkehrsgünstig“ zwischen den beiden Grundschulen der Stadt, wobei die Astrid-Lindgren-Schule noch bis 2019 über einen Hortanteil im eigenen Gebäude verfügt. Doch dann muss eine neue  Lösung gefunden sein, weil die Horträume wieder für die Schule selbst benötigt werden.

Nach dem „Festakt“ gab es Kuchen, Kakao und Kaffee für die Besucher – Foto: JPH

Mit der neuen Einrichtung hat die Stadt Sehnde nun sofort vier und etwas langfristiger noch zwölf Hortplätze in petto, um kurzfristig auf Bedarf zu reagieren. Damit bietet Sehnde insgesamt 172 Hortplätze an, bei drei Ganztagsschulen. Insgesamt stehen den Eltern in der Stadt 1037 bis 1049 Kinderbetreuungsplätze von der Krippe bis zum Hort zur Auswahl zur Verfügung, so der Bürgermeister. Zudem wird in einer Arbeitsgruppe mit allen Beteiligten und Betroffenen an einem Konzept gearbeitet, um unter anderem die nachschulische Betreuung zu planen und optimieren. Denn bereits jetzt sind erste Wünsche vorgetragen worden, die Hortbetreuung bis 18 Uhr auszudehnen, um der „Arbeitswirklichkeit“ Rechnung zu tragen und auch die Betreuung in den Ferien sicherzustellen. Bleibt zu wünschen, dass sich die neue Landesregierung endlich mit der Forderung der Kommunen, die Klassenräume zur nachschulische Betreuung nutzen zu können, befasst – und damit die für die Bürger unverständliche Steuerverschwendung beendet.

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