Neue Besen kehren gut

12. Februar 2015 @

Das neue Besen gut kehren, sagt der Volksmund nicht zu unrecht. So ist es auch kein Wunder, dass sich die Stadt Sehnde nach rund 14 Jahren auch einmal einen neuen zulegte. Dass der gleich 170 646 Euro kostet, liegt an seiner Größe und dem mitgelieferten Kehrblech. Aber der Reihe nach…

Den "Neuzugang" erklären Maik Haase (re.) und Steffen Bartelt (li.) - Foto: JPH

Den „Neuzugang“ erklären Maik Haase (re.) und Steffen Bartelt (li.) – Foto: JPH

Die Kehrmaschine des Baubetriebshofes der Stadt Sehnde war inzwischen in die Jahre gekommen: Baujahr 2001, rund 151 100 Kilometer standen auf dem Tachometer und die Maschine zur Straßenreinigung hatte 13 640 Betriebsstunden auf der Uhr. Zwar war das Fahrzeug vom Typ Optifant 70 eine „treue Kehrmaschine“, so Betriebshofleiter Steffen Bartelt, doch bei der Nutzung musste man mit sich mehrenden Reparaturen und Ausfällen rechnen. Nach der Abwägung der Möglichkeiten entschied sich der Rat der Stadt für eine Neuanschaffung. Die Wahl fiel auf den Cityfant 6000 für 170 646 Euro. Davon gingen noch einmal 15 000 Euro für die Inzahlungnahme des „Alten“ ab. Für diesen Preis hat die Stadt nun ein topmodernes Gerät im Fuhrpark.

Steffen Bartelt ist von dem neuen Kehrsystem begeistert - Foto: JPH

Steffen Bartelt ist von dem neuen Kehrsystem begeistert und verspricht noch sauberere Straßen – Foto: JPH

„Der Motor leistet 211 PS und der Wagen hat einen separaten Antrieb für die Saugeinrichtung und die zwei Bürstensysteme“, so stellt Steffen Bartelt seinen „Neuzugang“ vor. „Die Kehrbesen sind kameraüberwacht, so dass der Fahrer vom Fahrstand aus den Teller- und den Zubringerbesen beobachten kann. Beim Rückwärtsfahren schaltet das System aufs Auto um.“ Und es ist ein Farbkamerasystem, was die Wahrnehmung deutlich verbessert. Zudem hat „die Neue“ einen Saugschlauch, mit dem der Baubetriebshof demnächst im Herbst die Blätter direkt in den sechs Kubikmeter großen Schmutzbehälter einsaugen kann. „Früher“, so Bartelt, „mussten wir das Laub mit der Hand aufladen und wegfahren.“ Da half der Optifant nicht, der Cityfant kann das nun.

Das Fahrzeug, dessen Lieferzeit als Sonderbau rund neun Monate betrug, erfüllt die Euro-Norm 6, wenn es über die etwa 88 zu reinigenden Kilometer Stadtstraßen fährt. Die Unterstützung mit der kleinen Kehrmaschine von aha für Fußwege und Stichstraßen bleibt natürlich erhalten. „Für den neuen Wagen haben wir einen kurzen Radstand gewählt, damit er in den engen Bereichen wendiger ist“, so Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke bei der Vorstellung. Von heute an wird der Cityfant 6000 auf den Sehnder Straßen zu sehen sein: Mit seinem Fahrer Maik Haase und der Fahrzeugnummer H-SE 1515 – etwas Nostalgie vom „Alten“ ist also geblieben.

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