Neue Asylbewerberquote eingetroffen

12. September 2015 @

Die zunehmende Anzahl der Asylbewerber macht es erforderlich, den Städten und Gemeinden in der Region Hannover neue Unterbringungs- und Betreuungsquoten zuzuweisen. Die bisherige von 127 Zuweisungen galt nur bis September – und auf Grund der zunehmenden Anzahl der ins Land kommenden Flüchtlinge war davon auszugehen, dass die neue Quote deutlich höher liegen würde.

Im Bundessortenamt in Rethmar sollen bis zu 40 Bewerber untergebracht werden - Foto: JPH

Im Bundessortenamt in Rethmar sollen bis zu 40 Bewerber untergebracht werden – Foto: JPH

Mit Beginn der Woche liegt die neue Zahl für Sehnde nun vor. Danach werden in der Zeit von September bis Ende Dezember 143 Personen in der Stadt unterzubringen sein. War die Quote 2014 noch auf ein Jahr bezogen, so war es die von Anfang 2015 nur noch für neun Monate, die jetzige ist es nur noch für vier. Bislang sind insgesamt 191 Asylbewerber in Sehnde untergebracht.

Dem stehen derzeit noch 37 freie Unterbringungsplätze in 28 angemieteten Objekten der Stadt gegenüber. Das gibt ein Fehl von derzeit 106 Wohnplätzen. Diese Zahlen gab der Sehnder Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke gestern bei der Bürgerversammlung im Feuerwehrhaus Müllingen-Wirringen bekannt, verbunden mit dem erneuten dringenden Appell, freie Wohnraumangebote der Stadt Sehnde zu melden. „Dabei muss die Wohnung noch nicht einmal renoviert oder mit besonderem Komfort ausgestattet sein“, so Lehrke in Wirringen.

Hier sollen demnächst auch Unterkünfte entstehen - Foto: JPH

Hier sollen demnächst auch Unterkünfte entstehen – Foto: JPH

Im Moment hat die Stadtverwaltung noch einige Pläne. Danach soll sowohl das Sortenamt mit drei Häusern genutzt werden. Dort stehen neun Plätze zur Verfügung, nach dem Umbau im zweiten Geschoss kommen 19 hinzu. Insgesamt rechnet die Stadt mit rund 40 Unterbringungsplätzen in Rethmar. Dazu kommt das Pfarrhaus in Wirringen, das derzeit mit 10 Personen im Obergeschoss belegt ist und dessen Erdgeschoss man nach laufender Anmietung mit sieben bis zehn Personen belegen will.

Zudem plant die Stadtverwaltung den Ankauf des Avacon-Gebäudes an der B 65, wo man nach Umbau etwa 80 Personen unterbringen könnte. Offen ist zudem noch die Belegung des ehemaligen Jugendfreizeitheims, dass noch der Bauabnahme harrt. All diese Maßnahmen greifen aber nicht sofort und brauchen noch eine gewisse Zeit – die Zuweisung der Asylbewerber jedoch erfolgt nach Anruf innerhalb von Tagen. Deshalb ist die Stadt derzeit weiterhin auf die Anmietung von Wohnraum im privaten Bereich angewiesen, will man die Unterbringung in Zelten vermeiden. „Wir hatten noch nie Probleme mit der Pflege des Wohnraums“, versichert der Bürgermeister. „Die Neuankömmlinge gehen sehr pfleglich damit um.“

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