Kröten sitzen in den Startlöchern

5. März 2015 @

Noch reicht die Kraft der Sonne nicht, die Kröten zum Wandern zu bewegen. Doch schon in Kürze kann mit den ersten Krötenwanderungen gerechnet werden, sollten die Temperaturen in die Plusgrade steigen. Einsetzende milde Witterung erweckt die wechselwarmen Kröten zu neuem Leben und sie beginnen ihre oft gefährlichen Wanderungen zu den Laichgewässern. Leider sind diese Wanderwege heutzutage oftmals von Straßen durchschnitten. Dann ist jeder Mensch zum Schutz der Tiere gefordert, durch verschiedene Maßnahmen zu ihrer Arterhaltung beizutragen.

Jeder kann durch Beachten dieser Schilder zum Erhalt der Kröten beitragen - Foto: JPH

Jeder kann durch Beachten dieser Schilder zum Erhalt der Kröten beitragen – Foto: JPH

Wie auch in den Jahren zuvor, wird die Stadt Sehnde mit freiwilligen Helfern und dem Baubetriebshof zum Schutz der wandernden Kröten verschiedene Maßnahmen ergreifen. An der K 143 zwischen Bilm und Wassel, dem gefährlichsten Wanderweg, wird als Sicherungsmaßnahme von der Stadt wieder eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 Kilometer pro Stunde angeordnet. Hier weisen zudem „Krötenschilder“ auf die wandernden Tiere hin. Jeder Autofahrer kann helfen, die bedrohten Tiere durch langsame und achtsame Fahrweise vor dem Aussterben zu bewahren. Hier wurde bereits auf die Krötenzäune der vorangegangenen Jahre verzichtet, weil die Population so stark abgenommen hat.

Der kleine Krötengraben und der Zaun werden nicht mehr aufgestellt hier - Foto: JPH

Der kleine Krötengraben ist zugeschüttet und der Zaun wird nicht mehr aufgestellt hier – Foto: JPH

Straßensperrungen gibt es wieder in Sehnde Hohenfels an der Dr.-Sauer-Straße. Hier kümmern sich die Anlieger um die abendliche Sperrung und morgendliche Öffnung der Straße. Das Durchfahrverbot gilt von 18 Uhr abends bis 8 Uhr morgens. Ebenfalls zeitweise gesperrt ist in Höver der Weg durch den Mergelbruch in Verlängerung des Petersweg. Mitarbeiter der Firma Holcim sorgen für den ordnungsgemäßen Ablauf der Sperrung.

Die Krötenwanderungen dauern in der Regel zwei bis drei Wochen. Autofahrer werden in dieser Zeit auch in der Nähe dieser Gebiete um erhöhte Aufmerksamkeit gebeten, da alle Amphibien in ihrem Bestand bereits stark gefährdet sind. Jede überlebende Kröte kann dazu beitragen, die Art nicht aussterben zu lassen.

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