Kita-Streik könnte länger dauern – Gebühren in der Diskussion

6. Mai 2015 @

Der Kita- und Krippen-Streik, der auch für Sehnde bislang vom 8. bis 21. Mai geplant war, könnte länger dauern. Das zumindest lässt die Ankündigung von ver.di-Boss Frank Bsirske vermuten, der jetzt „einen unbefristeten Streik“ angekündigt hat. Ob und wie weit dies auch die Sehnder Kitas und Krippen betrifft, konnte am Mittwochnachmittag die zuständige Fachbereichsleiterin der Sehnder Stadtverwaltung, Katharina Fischer, noch nicht endgültig sagen.

Fachbereichsleiterin Katharina Fischer wartet auf die Streikmeldung von ver.di  - Foto: JPH/Archiv

Fachbereichsleiterin Katharina Fischer wartet auf die Streikmeldung von ver.di – Foto: JPH/Archiv

„Ich habe die aktuelle Streikmeldung von ver.di noch nicht gesehen“, so Fischer gegenüber SN. „Aber spätestens morgenfrüh wissen wir Bescheid.“ Und dann wird die Planung ab Freitag, die die SN heute früh veröffentlicht haben, seitens der Stadtverwaltung an die neue Lage angepasst werden müssen. Denn wenn die Ankündigung von Bsirske umgesetzt wird, wird das sehr sicher auch Sehnde treffen. Aber elterliche Unwille gegenüber der Stadt ist unberechtigt. Denn nicht die Stadt Sehnde verweigert eine verbesserte Bezahlung für die wichtige Arbeit der Erzieherinnen, sondern die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände konnte sich mit dem DBB und ver.di bislang nicht auf einen neuen Tarifvertrag für die rund 240 000 Sozialarbeiter und Erzieher einigen. Daran ist auch Sehnde gebunden.

Allerdings erhebt sich in der Runde der Elternschaft in Sehnde eine weitere Frage: Was geschieht mit den gezahlten Gebühren für den Kita-Platz und den Essensgeldern? „Nach der gültigen Satzung erfolgt keine Erstattung bei einem Streik von bis zu einem Monat“, so Fischer zu SN. „Auch bei dem Essensgeld gilt das. Allerdings sind ja bisher erst drei Tage ausgefallen.“ Sollten es, wie absehbar, nun mehr werden, müsse man die Lage prüfen und mit dem Rat besprechen. Bekannt ist in der Verwaltung und bei den Eltern, dass sich wohl die Gemeinden Seelze, Lehrte und Algermissen schon für eine Rückzahlung entschieden haben. „Wir stehen da in intensivem Kontakt“, versichert Fischer. Und man kann die Sehnder kaum schlechter stellen. So ist zu vermuten, dass nach einer Diskussion in der Verwaltung dem Rat ein Vorschlag unterbreitet werden wird, wie mit den fraglichen Gebühren und Geldern umzugehen ist.

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